BACK IN PLAYA

24.11.2015 (in einem Monat ist Weihnachten!)

Nachdem wir Freitag Früh den Bus zurück nach Playa Del Carmen genommen haben, stürzten wir uns zu Mittag gleich ins nächste Abenteuer. Tauchen stand am Programm! Da wir unsere ersten und auch gleichzeitig letzten Tauchgänge im Zuge unseres Open-Water-Zertifikats absolvierten, und dies zu Weihnachten 2013 in Thailand war, dachten wir uns es wäre das Beste, 2 Refresh-Tauchgänge bei den Phantom Divers zu machen, bevor es am Sonntag nach Cozumel zu richtig feinen "Dives" ging.
Aber erst mal zu den ersten Tauchgängen in Playa del Carmen. Etwas nervös bestiegen wir das Boot gegen 13:00, nachdem wir noch eine kurze Auffrischung der Theorie erhielten. Nach gut 5 Minuten waren wir dann auch schon an der Stelle angelangt, wo wir ins Wasser gingen. Die Visibility war wieder mal nicht so berauschend, aber das sollte sich zumindest 2 Tage später ändern. Wir waren 6 Leute und haben einige verschiedene Fische, Rochen und ganz viele Korallen gesehen. War nicht besonders spannend, uns gings vordergründig aber eh darum uns an die Unterwasserwelt zu gewöhnen. Der zweite Tauchgang war ähnlich "spannend", deshalb gibts auch nicht wirklich was zu erzählen. Aber da uns jeder von den Tauchgängen in Cozumel vorschwärmte, überwog natürlich die Vorfreude auf den noch bevorstehenden Tauchausflug.
 

Und dieser begann dann mal nicht so überragend, suchten mich doch seit dem Vortag Verdauungsprobleme heim und ich war mir nicht sicher ob ich mitmachen könnte. Aber da ich schon alles bezahlt hatte und Steffi unbedingt begleiten wollte kniff ich meine Arschbacken zusammen und wir schwangen uns gegen 10 Uhr auf die Fähre nach Cozumel. Mateo, unser Diveinstructor erwartete uns bereits an der Ferry-Station in Cozumel und ich hatte gar keine Zeit es mir noch mal anders zu überlegen.


Also rauf aufs Boot und ca 20min Fahrt entlang der Küste von Cozumel zum Palancar-Riff. Ein Blick ins Wasser bestätigte, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich sah noch nie so klares Wasser wie an diesem Tag!
Nach einer kurzen Besprechung zu dem ersten Tauchgang gings ab ins Wasser und sogleich mitten in die Unterwasserwelt von Cozumel. All die positiven Erzählungen im Vorfeld sollten sich bewahrheiten, es war unglaublich:


Das Wasser von Azur-Blau bis Smaragd-Grün, eine Visibility von gut 45 Metern. Einfach Wahnsinn. Hätte ich nicht das Sauerstoffgerät im Mund gehabt, ich hätte ihn vor Staunen nicht zu bekommen. Beide Cozumel-Tauchgänge waren Drift-Dives, das heisst wir ließen uns mit der Strömung in einer Tiefe zwischen 10 und 20 Metern treiben und sind hier und da durch Rifftunnels/-höhlen getaucht. Die Artenvielfalt war berauschend. So viele paradiesische Fische, die man bei uns nur aus Naturdokus und Aquarien kennt, Riesen-Lobster und Stachelrochen, einfach unglaublich! Und als der zweite Tauchgang dieses Tages schon beinahe zu Ende war und wir uns eigentlich zum Aufstieg bereit machten (man muss beim Auftauchen einen mehrminütigen Safety-Stop bei ca 5m machen, um den restlichen Stickstoff aus dem Blut zu bekommen) passierte das Unglaubliche, von dem wir nur gehofft hatten es zu erleben: Ein Hai!!!


Wie uns unser Diveinstructor später erzählte, handelte es sich um einen Ammenhai, der gänzlich unbeeindruckt seine Kreise zog und uns nicht einmal eines Blickes würdigte. Ein ca 1,5 - 2m langes majestätisches Tier. Ein Anblick, den wir so schnell nicht vergessen werden. Wir haben uns öfter gefragt, wie wir wohl reagieren würden. Dieses Tier so entspannt in seiner eigenen Umgebung zu sehen war komplett frei von Angst, im Gegenteil, wir waren happy, die Freude erstickte jedes aufkeimende Angstgefühl im Keim.


Nach diesem Abenteuer haben wir unsere Zelte an der Riviera Maya abgebrochen und sind in Richtung Insel Holbox aufgebrochen.

Besitos a Austria!

SIGHTSEEINGACTIONPAREXELLANCE

21.11.2015
Hallo Ihr Lieben!

Nach ein paar Tagen in Tulum melden wir uns wieder zurück aus Playa del Carmen..
Tauchen war letzte Woche leider wetterbedingt nicht (holen wir diese Tage aber nach).

Was haben wir in Tulum getan?
Herrlich gespeist und viel geschwitzt. Im tropischen Jungle. Hat sich aber ausgezahlt! Hier die Beweisfotos
Zuerst sind wir zu den alten Ruinen der Stadt Zama - dem jetzigen Tulum. Früher eine Mayastadt mit zigtausenden Einwohnern ist sie aus unerfindlichen Gründen untergegangen und nicht mehr bewohnt - außer den Touri-Horden die tagtäglich drübertrampeln.


Das gilt übrigens für die gesamte Mayakultur (Bauern & Sammler) - Spekulationen tendieren in die folgenden Richtungen:
x Wassermangel (haben doch glatt ihre Toten in ihre einzige Süßwasserquelle, das Unterwasser/Cenoten System geschmissen)
x Rodung der Wälder auf Yucatan zur Ziegelherstellung um die heutigen Ruinen zu erbauen (ergo gestörtes Umweltgleichgewicht)
x eingeschleppte Krankheiten der Conquistadores (Masern, Pocken..)
oder
x systematische Ausrottung durch Conquistadores.
Das sind die populärsten Spekulationen. Vermutlich ist an jeder Überlegung etwas dran!?

Nach den Ruinen von Tulum sind wir am darauffolgenden Tag mit dem Mietauto nach Coba.
Coba ist eine alte, verlassene Ruinenstadt im Jungle, die nur teilweise saniert wurde. Hier kommt man sich mit etwas Fantasie noch vor wie Indiana Jones bei der Entdeckung neuer, alter Ruinen.
Nach Coba's Mayaruinen haben wir Coba's Cenote Tamcach-Ha besucht. Eine tiefe Höhlencenote. Über eine Holzkonstruktion klettert man vom Jungle aus in die Unterwelt...

Auf dem Weg nach unten gibt es Plattformen auf unterschiedlichen Höhen von denen man mehrere Meter ins Nichts springen kann (theoretisch zumindest, da die Höhle mit großen Scheinwerfern ausgeleuchtet wird). Ein beeindruckendes Erlebnis & nichts für Zartbesaitete, denn das Wasser ist zwar sehr klar, man sieht aber dennoch nicht bis auf den Grund und, habe ich erwähnt, dass das Wasser kühle 22 Grad hat?!

Und dann fuhren wir nach Chichen Itza...
erst einmal sei gewarnt: Touri-overkill und zweitens sollte man sich nächstes mal dafür entscheiden, eine Nacht vorort zu verbringen um morgens zeitig vor den 100en von Touribussen das Feld zu betreten! Wir wussten das nicht und kennen Chichen Itza nur so.


Für uns war das das erste Weltwunder (unserer Reise).



Unser Eindruck: gut erhaltene Pyramide am Hauptplatz, der weltgrößte Pelota-Spielplatz, eine algenverseuchte Cenote und viele Steinhaufen zu denen wenig bis nichts bekannt ist - was hat es nur mit diesen Mayas auf sich?! Eigentlich gibt es sie ja noch. Alleine in Mexiko leben laut Wikipedia noch ca 6 Millionen. Bensch bemerkte, dass sie unter weit schlechteren Bedingungen leben als der Rest der Bevölkerung. Das trifft wohl in Playa del Carmen eher zu als in den ländlichen Gegenden.
Haben jedenfalls Handarbeiten von ihnen gekauft (Armband, Lampenschirme, Stickdeckchen - was sie sonst noch schnitzen und basteln sieht man auf den Fotos der Verkaufsstände in Chichen Itza.
Vermutlich arbeiten Maya auch als Zimmermädchen in der florierenden Hotelerie. Außerdem haben wir beobachtet wie sie säckeweise Dosen oder Plastikflaschen am Strand gesammelt haben.
Laut Erzählungen von Mexikanern (nicht-Mayas) sind Mayas durch ihre, teilweise selbstgewählte Isolation, Bürger zweiter Klasse.

Es gibt ein tolles Buch von Frederick Catherwood und John Lloyd Stephens, den echten Indiana Jones von Mittelamerika, für die Interessierten unter Euch.
Am Heimweg von Chichen Itza sind wir durch das bildhübsche Kolonialstädtchen Valladolid. Nächstes Mal nehmen wir uns mehr Zeit und steigen dann auch aus dem Auto aus...




Nun sind wir wieder zurück in PdC und laben uns an Sonnenuntergang und Margaritas.





WAS BISHER IN MEXICO GESCHAH

11.11.2015
Mit einiger Verspätung melden wir uns zurück!

Die zweite Woche unseres Sprachkurses ist voll im Gange - bitte glaubt nicht, dass wir bereits als Native Speaker gelten!
Bensch musste seinen ersten Tag alleine, als einziger Anfänger bewältigen - keine anderen Schüler haben an diesem Tag von ganz vorne begonnen. keine angenehme Erfahrung.
Im Laufe der Woche haben sich jedoch ein paar andere Spanish-Newbies zu ihm gesellt und sie trotzen gemeinsam den 'irregulares' der spanischen Sprache!
Meine Wenigkeit war in der ersten Woche ebenfalls überwältigt von der Vielfältigkeit und den Herausforderungen, die einem das mexikanische Spanisch stellen kann. Zusammenfassen lässt sich das so : 'ich weiß, dass ich nichts weiß!'
Nun schleppen wir uns durch die 2.Woche in der Sprachschule und wissen, dass wir noch nicht bereit für die spanische Welt da draußen sind...

Nichts desto trotz, die Erde dreht sich weiter und wir haben neben unseren spanischen Eskapaden einiges erlebt: Selbstverständlich war viel Beach-Time und herrliches Essen dabei (unsere Skills in Beachball steigen umgekehrt proportional zu unserem Kasigkeitsgrad) :p
Liebe Grüße und viel Sunshine an die Zuhausegebliebenen!

Unsere sprachschule hat einen Nachmittag dem Zubereiten/Kochen von Mexikanischem Essen gewidmet, an dem wir selbstverständlich nicht gefehlt haben! Sind nun absolute Pros im Guacamole machen und Pepper grillen! Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch das Vergnügen, nächstes Jahr unsere neu gewonnenen Kochkünsten zu probieren!
Stefanie's favourite: Guacamole & Salsa & Totopos & Cerveza.





Ebenfalls empfehlenswert ist die Pescaderia el Pirata, die Straße runter von Casa Ohm - el mejor cocktail de camaron en Playa!



Und an vorderster Front (oft besucht und noch nie übertroffen): 'hijos de la tostada'. Unbegreifliche Kreationen aus frittierten Shrimps, verschiedenen Saucen und Gemüsesorten serviert auf einem großen Tortillachip!




Was haben wir außerdem erlebt, werdet ihr euch fragen!?
Haben lange überlegt, worin wir unsere hart erarbeiteten Monedas investieren- hatten auch genug Zeit zu überlegen, da es 3 Tage lang geschüttet hat...
Zur Auswahl standen: Eintauchen in eine/mehre Cenotes, Baden in einer Lagune im Landesinneren oder Schnorcheln mit Schildkröten und Rochen?!
Sind dann kurzerhand zu dem Schluss gekommen, dass wir nichts davon auslassen möchten. Ja, richtig gehört: waren mit Meeresschildkröte und Rochen Unterwasser unterwegs!! Hierzu gibt es aber keine Beweisfotos.
Fotos gibt es aber von Ashley & Eric, dem kanadischen Pärchen und unserem host Diego, mit denen wir die letzten Tage um die Häuser gezogen sind. An dieser Stelle wünschen wir euch eine gute Heimreise nach Kanada & vielleicht sehen wir uns bald wieder!

Wie wird es weitergehen? Wir planen für Ende der Woche einige Tauchgänge an der Riviera Maya und der Insel Cozumel, bevor wir Anfang nächste Woche unser gemachtes Nest hier in Playa del Carmen verlassen und nach Tulum weiter ziehen werden!

We will keep you updated,
S&B

PS: 'Dia De Los Muertos' war leider eine herbe Enttäuschung. Der US-amerikanischen Hochkultur und ihren Abgesannten sei Dank, dass diese mexikanische Tradition, zumindest hier in Playa del Carmen, Halloween zum Opfer gefallen ist. Aber wer von euch den neuen James Bond anschaut, kann sich in der ersten halben Stunde des Films einen Eindruck davon verschaffen, welche Ausmaße 'Dia De Los Muertos' hier annehmen kann...

PPS: Wir sind richtig traurig, dass wir DAS heuer versäumen :p



DER SPANISCH-KURS BEGINNT

Nach einer sehr gemütlichen ersten Woche hat nun gestern, Montag, bei uns der Spanisch-Kurs begonnen.
Unser erster Schultag:
Schon gespannt, was uns in der Sprachschule "Playa Lingua" erwarten würde, radelten wir gegen halb 9 in der Früh Richtung Schule (keine Kaffeemaschine sondern nur Instant-Pulver-Kaffee in unserem Apartment). Wir wurden in 2 verschiedene Unterrichtsgruppen eingeteilt, da Stefanie schon etwas Spanisch spricht, ich nur Französich und Italienisch, und beides auch recht dürftig... Stefanies Gruppe besteht aus 5 Leuten verschiedener Nationen (Kanadierinnen, Amerikanerinnen, ein Quotenmünchner). Ich dafür hab das Glück/Pech, dass ich der einzige Anfänger bin, was bedeutet, ich bin meine eigene Gruppe und habe Einzelunterricht. Gut weil ich hoffentlich mehr lerne, schlecht weil mein Kopf am ersten Tag zu explodieren schien.
Schauen wir, was die nächsten 2 Wochen so bringen.

Wir halten Euch am Laufenden!
LG aus Mexico,
Stef & Ben