22.3.2016
Gut erholt nach den 3 Tagen Strandidylle, führte uns unser nächster Trip nach Peru, und damit natürlich auf den Machu Picchu. Auf der "Bucketlist" mitunter ganz oben, war die Vorfreude natürlich riesig. Wir haben uns im Vorhinein ein wenig erkundet und mussten feststellen, dass der Trip doch eher an der teureren Seite angesiedelt sein wird (das ganze Package Cusco - heiliges Tal - Machu Picchu - Cusco inkl. Übernachtungen & allem pi-pa-po gibts um 300€/P).
Das war uns bei weitem zu teuer, also haben wir, in Cusco angekommen, einige Reiseagenturen abgeklappert. Die Zeitinvestition hat sich gelohnt. Resultat: eine abgespeckte Version des Trips um 65$.
Zwei Tage darauf gings also los. Treffpunkt halb 8 und ab in den Minibus für 6 Stunden, in denen uns die vorbeiziehende Landschaft des "Sacred Valley" einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns am Machu Picchu erwarten würde, gab.
Über Serpentinenstraßen auf einer Höhe jenseits der 4000m und eine Ca 15km Schotterstraße, an der es einseitig mehrere hundert Meter nach unten ging, bis nach Hydroelectrica, ein Wasserkraftwerk des Rio Urubamba, von dem es weiter ca. 2,5h zu Fuss entlang der örtlichen Eisenbahnstrecke weiterging.
Über Serpentinenstraßen auf einer Höhe jenseits der 4000m und eine Ca 15km Schotterstraße, an der es einseitig mehrere hundert Meter nach unten ging, bis nach Hydroelectrica, ein Wasserkraftwerk des Rio Urubamba, von dem es weiter ca. 2,5h zu Fuss entlang der örtlichen Eisenbahnstrecke weiterging.
Zu Beginn des Fußmarsches noch tiefblauer Himmel, verschlechterte sich das Wetter zusehends bis es bei Halbzeit der Wanderung in tropischen Regen umschlug. Sowas passiert eben, wenn man zum Ende der Regenzeit den MP in Angriff nimmt. Doch das Schlechtwetter hielt gsd nicht an und als wir im kleinen Ort Agua Calientes (z.dt. Heisses Wasser) ankamen waren wir bereits wieder trocken.
Der Treffpunkt an der Bushaltestelle, von der wir auf den Machu Picchu gebracht werden sollten war auf 5:00 in der Früh angesetzt, also ab ins Bett.
Als der Wecker dann gegen 4:30h läutete und wir aus dem Fenster sahen, trauten wir unseren Augen nicht. Heftigste Gewitterschauer in Kombination mit Müdigkeit taten das ihrige um uns zurück ins Bett zu bringen und wir waren uns einig, dass wir bis zum Ende des Regens im Bett ausharren werden würden. Gegen 7 war es dann soweit: der Regen ließ nach, die letzten Vorkehrungen zu unserem MP Besuch getroffen und ab zur Bushaltestelle und erstmal hinter 200 anderen Touristen anstellen.
Die Warterei überstanden war es dann gegen halb 10 soweit: wir saßen im Bus Richtung Machu Picchu (deutsch "alter Gipfel").
Bei der Stadtruine auf ca 2360 m angekommen, nahmen wir uns einen Guide und ließen uns die nächsten 2 Stunden in das Wissen über das alte Machu Picchu einweihen. z.B. das die Inkas gar kein Volk an sich waren. "Inka" ist lediglich der Titel eines Stammesführers der Quechua Indios (dem eigentlichen Volk) - insgesamt weiß man von 18 Inkas. Auch war die Stadt Machu Picchu keine Stadt im herkömmlichen Sinn, sie wurde nämlich nicht permanent von denselben Menschen bewohnt. Vielmehr war es war es für die Einwohner von Cusco eine Art Belohnung für ein paar Monate bis zu 3 Jahre dorthin eingeladen zu werden. Eine Belohnung für äußerst fleissige oder intelligente Bürger um sich weiterzubilden. Kurz gesagt, Machu Picchu war die vielleicht erste Stadt für Eliten.
Das Volk der Quechua, die immer noch die Gegend und ganz Peru bevölkert, schmückt sich außerdem mit seinem frühen Fortschritt in Bezug auf Astronomie und Landwirtschaft - und nach den Auskünften unseres Guides trauen wir uns urteilen, dass die Quechua den Mayas hier in keinster Weise nachstanden.
Nach unserer 2-Stunden Führung blieb uns leider keine Zeit mehr, um MP weiter auf eigene Faust zu erkunden denn wir hatten einen Treffpunkt mit unserem Busfahrer und mussten uns wieder auf den Weg nach Hydroelectrica machen.
Und nach einer langen, beschwerlichen Rückfahrt fielen wir hundemüde in Cusco ins Bett.
Hier noch ein paar fotografische Eindrücke!

