WO VERDAMMT LIEGT PUERTO MONTT & WARUM WIR WEIHNACHTEN IN CASTRO VERBRACHT HABEN

26.12.2015

Im chilenischen Busnetz geht es weiter, mit einer Übernachtung in Puerto Montt (wo es wie aus Schaffeln geschüttet hat) und zu unserem nächsten Ziel: Castro auf der Insel Chiloe.


Um die Frage zu beantworten die Euch allen vermutlich auf den Lippen brennt: nein, Puerto Montt ist nicht sehenswert und ja, wir haben bei der Überfahrt mit der Fähre nach Chiloe Pinguine und Seehunde in freier Wildbahn gesehen! Ein Seehund hat uns sogar zugewunken (die Kamera konnte das leider nicht rechtzeitig festhalten).

Wenn man einem Chilenen gegenüber die Insel "Chiloe" erwähnt, ist das häufigste verwendete spanische Vokabel in diesem Zusammenhang >lindo<, was so viel bedeutet wie wunderschön. Das und die vielen Sagen die die Mapucheindianern um die Insel gesponnen haben. Von Einhörnern, Hexern, Geistern, Trollen und einem Geisterschiff - die Einwohner sind (aber)gläubisch. Davon zeugen auch die über 150 Holzkirchen (bei 150.000 Einwohnern), die sogar zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Zu Weihnachten waren leider alle geschlossen.
Das hat aber nichts ausgemacht, weil wir haben uns für zwei Nächte ein schmuckes Hotelzimmer im "Enjoy Casino Hotel" geleistet (Casino war aber leider auch zu).
Hier unsere Eindrücke.

Und dann kam wovon wir schon so viel gehört hatten und auf das wir nun wirklich gespannt waren: die "Cama Premium Klasse" der Langstreckenbusse:

Abfahrt: 19:30. Über 1000 km. Ankunft: 8:30 am darauffolgenden Tag.

Ja, wir wurden herb enttäuscht. Aber, haben überlebt - wenn auch schwer (am 25.12. hat hier in Chile, sowie in jedem anderen katholischen Land der Welt, nämlich kein Geschäft offen). Mieses Essen, schlechtes Fernsehprogramm und zu kurze Betten.
Zurück in Santiago bereiten wir uns nun seelisch auf die Andenüberfahrt nach Mendoza, Argentinien, vor.


ON THE ROAD TO PUCON

23.12.2015
Es geht tiefer in den Süden Chiles!
Gegen 11 Uhr morgens haben wir uns mit Sack und Pack in einen Local-Bus geschwungen und in Richtung Curico aufgemacht. Die lokalen Busse hier in Chile sind nicht mit unseren Postbussen vergleichbar (für die ca 60km benötigten wir etwa 2 Stunden). In Curico angekommen, in einen Langstreckenbus umgestiegen und weiter nach Talca. Dort kamen wir leider nicht pünktlich an und standen vor der Wahl: entweder bis auf den nächsten Tag warten oder mit einem anderen Bus in die nähe unseres Etappenziels zu kommen (nämlich nach Pucon).
Wir entschieden uns dafür, in den sauren Apfel zu beißen und nach Temuca zu fahren. Ob es um 22:00 Uhr noch einen Anschlußbus gäbe, war ungewiss. Von Stunde zu Stunde veränderte sich die am Fenster vorbeiziehende Landschaft: weite Weinplantagen wurden durch dichte Wälder abgewechselt, die Anden rückten manchmal näher und die schneebedeckten Gipfel drohten bereits mit klirrender Kälte.
Zu unserer Missgunst fuhren wir in Temuco ein, an diesem Abend aber kein Bus mehr nach Pucon ab. Aber, wir ließen nicht locker: die Temuc'schen Taxler in Grund und Boden gefeilscht und nach einer weiteren Stunde und 50.000 Chilenische Pesos (65€) ärmer kamen wir am Ziel an.
 
 Tatsächliche Dauer für 657 km: 13 Stunden!

Ganz so unglücklich hat es uns doch nicht getroffen: wir wurden in unserer Unterkunft upgegradet...
Da ließ es sich aushalten! (Wir haben verlängert).


Pucon ist ein Ferien- und Skiort. Wenige Einwohner, viel Angebot für Wanderer, Wintersportler und Sommerfrischler. Insgesamt über 40 Agenturen, von denen jede das selbe anbietet. Herausragend ist Pucon aber nicht wegen dem herrlich eisigen See, sondern wegen dem Vulkan Villarrica, der bei Schönwetter aus unserem Hostel ziemlich genau so ausgesehen hat:



Bergsteigen auf den Vulkan, Thermenbesuche, Horseback Riding, Rafting und vieles mehr.
Wir haben uns für Rafting entschieden. Die Abenteuertouristen:



Haben wieder herrlich gespeist und köstlichen Pisco sour getrunken - macht Euch keine Sorgen, uns geht es gut!


NACHTRAG COZUMEL

21.12.2015

Die Fotos von unserem Cozumeltauchgang haben uns nun endlich erreicht und die wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.



I HAVEN'T BEEN EVERYWHERE BUT IT'S ON MY LIST

SANTA CRUZ - IM LAND DER ROTEN TRAUBEN

 18.12.2015

Und weiter geht es in Chile...
Nach unsrem eher weniger aufregenden Aufenthalt in Valparaiso haben wir uns in den Bus gesetzt und sind in Richtung Süden aufgebrochen. Nächstes Ziel: Santa Cruz im Colchagua Valley.


Es heisst, hier kommen, neben dem Maipo Valley, die besten Rotwein Chiles her. Carmenere, Cabernet Sauvignon, Malbec und Merlot um nur einige zu nennen. Santa Cruz selber hat uns zeitweise an Neusiedl erinnert - klein und verschlafen (nur ohne See). Haben bei Wendy eingecheckt, einer sehr netten Chilenin, die ein kleines Bed & Breakfast mit 2 Zimmern führt.
Was macht man also in einem Nest, das mitten in einer der welbesten Weingegenden liegt? Richtig! Rotwein trinken oder besser noch: seinen eigenen Rotwein "machen". Haben die entsprechende Tour inklusive Degustation gebucht und sind zu einer der besten Wineries in ganz Chile geradelt: MontGras. Für die Tour sind in etwa 1,5 Stunden angedacht. Als Österreicher und erprobte Weintrinker und nicht zuletzt weil wir die einzigen Gäste am Weingut waren, hatten wir alle Zeit der Welt ausgiebig zu degustieren. Wirklich stressig haben es die Bauern hier von März bis Mai und Dank unserem Guide Marcello haben wir nicht nur sehr viel über den chilenischen und internationalen Weinbau gelernt, sondern konnten uns auch den ganzen Nachmittag Zeit nehmen. Wir haben degustiert und probiert und nach insgesamt drei Stunden hatte jeder von uns seine persönliche, optimale Mischung aus den diesigen Rotweinen Merlot, Carmenere und Cabernet Sauvignon "kreiert".

"Stefanie's Navidad" & "El Pequeno Benjamin"


Wir können jedem von Euch, MontGras und diese Tour ans Herz legen *hicks*.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen eines anderen Weinguts: Laura Hartwig.
Ein kleines, chilenisches Weingut (die meisten Weingüter in Chile sind in europäischem oder USA-Besitz) welches für seinen vorzüglichen Malbec und Petit Verdot bekannt ist und von deren hervorragender Qualität wir uns nach einer kleinen Verkostung überzeugen konnten. Danach haben wir uns dann in die angrenzenden Zwetschkenplantagen verabschiedet, wo wir uns bei einem feinen Picknick "Stefanie's Navidad" genehmigten.
Alles in allem haben wir ein sehr entspanntes Santa Cruz kennen gelernt. *hicks*


Wir melden uns bald wieder!

Nächstes Ziel: Pucón und der 2.größte aktive Vulkan in Chile!

WAS WAR EIGENTLICH IN VALPARAISO?

17.12.2015

Zu Valparaiso können wir nicht viel los werden da wir beide die meiste Zeit grippig im Bett verbracht haben. Leider, denn was wir gesehen haben, hat uns recht gut gefallen:
Bunte Häuschen durchzogen von unzähligen Gässchen hängen an den sanften Hügeln, die bis zu den pazifischen Stränden reichen. Eine derart romantische Stadt kam uns zum ersten Mal auf unserer Reise unter! Wenn es dunkel wird, erstrahlen die vielen Hügel in einem Lichtermeer unter 100en von Sternen. 
Trotzdem, Valparaiso ist eine Hafenstadt und seine Bewohner mit Vorsicht zu genießen. Wir trafen sowohl auf sehr nette Menschen als auch auf ordentliche Schlitzohren. Fest steht: fit sind sie alle - bei soviel Bergwertung Tag ein, Tag aus auch nachvollziehbar! Stefanie hat einen Bikramyogakurs besucht und kann Euch versichern, dass auch der dickste Einheimische hier sämtliche Verrenkungen mitmacht.
Die Preise sind, wie auch schon in Santiago festgestellt, vielleicht ein bisschen günstiger als in Österreich. Wir hatten das Glück wieder einmal sensationell zu speisen und zwar im Casa Luisa (ein Gedicht: die selbstgemachten Tintenfischravioli mit Shrimps und Jakobsmuscheln in Weißweinsoßerl begleitet vom obligatorischen Glaserl Sauvignon Blanc).
Trotz 5 Nächten in Valparaiso haben wir nicht mehr zu erzählen außer, dass wir bei nächster Gelegenheit wieder hier her kommen und dass sich diese Stadt keiner von Euch entgehen lassen sollte, wenn ihr die Möglichkeit habt.Wohnt am besten im Viertel Cerro Alegre.

On se road,
Stefanie & Benjamin

BIENVENIDOS A SANTIAGO DE CHILE

Was für eine Stadt! Laut unserer Tourguide Liz (Freetour abseits der klassischen Highlights), eine von vielen Touristen nur als Durchzugs-/Umsteigeplatz genutzter Ort. Unserer Meinung nach zu Unrecht! Geschichtlich betrachtet hat sich hier seit der Pinochet-Ära einiges getan. In vielen Berichten findet man Santiago als Geheimtip, weil die Stadt wider allgemeiner Annahme seit Jahren aus Ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist und stetig an Farben und Lebensqualität gewinnt. Vieles mutet europäisch an, besonders in der Architektur, die temperamentvolle Freundlichkeit und Offenheit der Menschen ist aber lateinamerikanisch.
Wir sind überzeugt!
Was uns als Österreicher zum Beispiel sehr gut gefallen hat ist, dass man in dieser Stadt den Anden immer sehr nahe ist.


Aus dem Salsatanzen Samstag Abend wurde leider nichts - sind bei der Versteigerung von Pamela und Victor's Weltreisemitbringseln auf der Dachterrasse im 23. Stockwerk versumpft. Bensch war vor allem von einem Bild angetan und das war das einzige chilenische Teil in dem Sammelsurium an Souveniers - GEKAUFT

Am Sonntag war es dann endlich soweit: der Ausflug zum ersten chilenischen Weingut!
Unser lieb gewonnenes brasilianisches Pärchen, Luciane und Valber, packten uns in Santiago ein und (nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Mietauto & co) fuhren wir auf das Weingut Casa del Bosque nahe Casablanca.


Was für ein perfekter Tag - herrliches Essen begleitet von einer Flasche des höchst prämiertesten Sauvignon Blancs des Landes, anschließend eine kleine Führung durch das Weingut, Weinverkostung und dann noch ein Fläschchen von diesem vorzüglichen Sauvignon Blanc bei herrlichen Frühsommerwetter - es geht uns gut und wir freuen uns jetzt schon sehr auf den Besuch bei unseren Freunden in Sao Paulo, die wir am Montag schweren Herzens verabschieden mussten - wir sehen uns im Februar!


Dezent verkatert wagten wir am nächsten Tag den Aufstieg zum Wahrzeichen von Santiago: auf den Cerro San Cristobal zur Marienstatue auf 880m über dem Meeresspiegel.


Außerdem ein Muss ist ein abendlicher Besuch im Studentenviertel Bella Vista. Dort steht außerdem eines der Wohnhäuser des chilenischen Poeten und Literaturpreisträgers Pablo Neruda.


Someday, somewhere, anywhere, unfailingly, 
you'll find yourself, and that, and only that, 
can be the happiest or bitterest hour of your life. 

- Pablo Neruda

Überzeugt Euch selbst von der versteckten Schönheit und dem Charme, den Santiago zu bieten habt!
Hier unsere Fotostrecke.

Aber selbstverständlich ist Santiago auch Ausgangspunkt für Ausflüge in die 12 unterschiedlichen Regionen Chiles. Unsere Reise geht zunächst an die Küste nach Valparaiso, einem der wichtigsten Häfen des Landes. Bis bald!


HOLA CHILE

05.12.2015

Hola Chicos!
Der erste Post aus Chile! Nach einem wahnsinnig anstrengenden und nervenaufreibenden Flug von Cancun über Panama City nach Santiago de Chile, haben wir uns die letzten Tage in Santiago aklimatisiert. Zuallererst hätten wir in Cancun fast unseren Flug verpasst, wurden schon das letzte Mal aufgerufen; in Panama City angekommen ein Bierchen am Flughafen und ab in den Flieger nach Santiago. Schon vor dem Einstieg ins Flugzeug sind uns die vielen Kleinkinder und Babies aufgefallen, und da wir im Flugzeug nicht nebeneinander saßen, ahnten wir, was auf uns zukommen würde. Stefanie hats noch ganz gut erwischt, ich saß neben einer haitischen Mama mit ihrer ca 2-jährigen Tochter. Der Flug von Panama nach Santiago dauerte 6,5 Stunden und war ein Nachtflug.
Kein Auge zugetan kamen wir geteert und gefedert in Santiago an und mussten uns durch die Morgen-Rushhour in der Ubahn kämpfen. Alles in Allem kein guter Start in Südamerika.

Das Blatt hat sich aber sehr schnell gewendet denn, uns sind noch nie so freundliche und aufgeschlossene Großstadtbewohner untergekommen wie hier in Santiago de Chile. Wir fanden sofort Anschluss und wurden in eine nette Runde aufgenommen, die uns zum Beispiel auf eine "Afterwork rooftop sunset party" mitgenommen haben - auf eigene Faust hätten wir die nie alleine gefunden! Nächste Woche haben wir unseren own & privaten Tourguide in Valparaiso - Francisco, Künstler & Lebemann, der mehr auf unserer Wellenlänge nicht sein könnte. Freuen uns schon sehr!
Natürlich haben wir auch wieder eine Free Tour gemacht und uns von Joaquin die wichtigsten Spots dieser fabelhaften Stadt zeigen lassen. Schön ist es ja nicht, dieses Santiago de Chile, aber unglaublich inspirierend und offenherzig. Wenn man möchte, setzt man sich in eines der vielen Lokale und kommt sofort mit jemandem ins Gespräch - sehr zwanglos und unkompliziert! Unsere Spanischkenntnisse verbessern sich von Tag zu Tag und mit ein bisschen Pisco Sour im Blut, fällt der small talk gleich viel leichter!

PISCO SOUR
pisco_sour
All Day Cocktail
4.5 cl Pisco
3 cl Fresh lemon juice
2 cl Sugar syrup
1 raw egg white (small egg)
Shake and strain into a chilled champagne flute. Dash some Angostura bitters on top.


Gestern waren wir dann endlich am Mercado central - so viele Mariscos zu unglaublich günstigen Preisen und selbstverständlich ein paar Chefs, die wissen, wie man sie mit wenig Aufwand zu kulinarischen Ergüssen zubereitet! sind beide keine Muschelfans, haben es dennoch geschafft, diese gigantische Vorspeise zu verzwicken.

Das brasilianische Pärchen am Nebentisch kam schnell mit uns ins Gespräch und wir sind Samstags zum Salsatanzen verabredet. Sonntags hängen wir uns bei Ihnen an und machen eine Weinverkostungstour nach Casablanca. Der Ort ist eine Stunde von Santiago entfernt und berühmt für seine Sauvignon Blancs.
Falls Ihr es noch nicht wusstet: Chile ist ein Land des Weines. Europäische Auswanderer brachten die Kunst vor Jahrhunderten her und haben schnell erkannt, was für ideale und trotzdem vielfältige Klimabedingungen herrschen. Heute werden hier weltweit höchst prämierte Weine produziert und auch exportiert. Neben dem Bergbau ist der Weinbau die größte wirtschaftstreibende Kraft.

Fotoeindrücke

Also, keine Sorge: uns geht es gut & wir melden uns bald zurück, Ihr Lieben!

INSEL DER SEELIGEN

 30.11.2015

Es wurde Zeit unsere Zelte in Playa del Carmen abzubrechen und an die Nordküste Yucatans, nach Chiquila zu fahren und ab, mit der Fähre nach Holbox. Eine kleine feine Insel im Norden von Yucatan am Golf von Mexico, die noch nicht ganz von Touristen aller Welt okkupiert wurde.



Nach der 30-minütigen Überfahrt kamen wir bei Regen auf Holbox an.


Kein allzu guter Start ins Paradies. An dieser Stelle sei erwähnt: Holbox liegt auf einem Archipel, 2 km breit und 40 km lang. Alle Inseln stehen unter Naturschutz, es gibt keine asphaltierten Strassen sondern nur Sandpisten. Die Einheimischen fahren keine Autos sondern geländetaugliche, gut motorisierte Golfkarts.

Halb Holbox unter H2O - wir kamen nur mit Ach und Krach zu unserer Cabana im Ida y Vuelta Hostel. ABER, das Wetter besserte sich...


Ökonomische Zugpferde der Insel sind ganz klar die Walhaie, die sich knapp vor der Küste von Juni bis August aufhalten. Leider hatten wir diesmal nicht das Vergnügen - die Chancen stehen gut, dass wir wieder zurück kommen, nach Holbox und den sanften Riesen einen 'guten Tag' wünschen.
Hier unsere Eindrücke.

Die letzten Tage in Mexico haben wir in Cancun verbracht (Ja, wir kamen nicht drum rum). Aber, Ihr kennt uns - wir richten es uns schon wie wir es brauchen. Stichwort "Isla Mujeres":


Und das war unser 2course 3yrs anniversary dinner im sensationellen el puerto clam house & grill restaurante in Cancun.:

Ein paar fangfrische Rocketshrimps 

 
Languste vom Grill


 Und jetzt geht's weiter nach Chile..

BACK IN PLAYA

24.11.2015 (in einem Monat ist Weihnachten!)

Nachdem wir Freitag Früh den Bus zurück nach Playa Del Carmen genommen haben, stürzten wir uns zu Mittag gleich ins nächste Abenteuer. Tauchen stand am Programm! Da wir unsere ersten und auch gleichzeitig letzten Tauchgänge im Zuge unseres Open-Water-Zertifikats absolvierten, und dies zu Weihnachten 2013 in Thailand war, dachten wir uns es wäre das Beste, 2 Refresh-Tauchgänge bei den Phantom Divers zu machen, bevor es am Sonntag nach Cozumel zu richtig feinen "Dives" ging.
Aber erst mal zu den ersten Tauchgängen in Playa del Carmen. Etwas nervös bestiegen wir das Boot gegen 13:00, nachdem wir noch eine kurze Auffrischung der Theorie erhielten. Nach gut 5 Minuten waren wir dann auch schon an der Stelle angelangt, wo wir ins Wasser gingen. Die Visibility war wieder mal nicht so berauschend, aber das sollte sich zumindest 2 Tage später ändern. Wir waren 6 Leute und haben einige verschiedene Fische, Rochen und ganz viele Korallen gesehen. War nicht besonders spannend, uns gings vordergründig aber eh darum uns an die Unterwasserwelt zu gewöhnen. Der zweite Tauchgang war ähnlich "spannend", deshalb gibts auch nicht wirklich was zu erzählen. Aber da uns jeder von den Tauchgängen in Cozumel vorschwärmte, überwog natürlich die Vorfreude auf den noch bevorstehenden Tauchausflug.
 

Und dieser begann dann mal nicht so überragend, suchten mich doch seit dem Vortag Verdauungsprobleme heim und ich war mir nicht sicher ob ich mitmachen könnte. Aber da ich schon alles bezahlt hatte und Steffi unbedingt begleiten wollte kniff ich meine Arschbacken zusammen und wir schwangen uns gegen 10 Uhr auf die Fähre nach Cozumel. Mateo, unser Diveinstructor erwartete uns bereits an der Ferry-Station in Cozumel und ich hatte gar keine Zeit es mir noch mal anders zu überlegen.


Also rauf aufs Boot und ca 20min Fahrt entlang der Küste von Cozumel zum Palancar-Riff. Ein Blick ins Wasser bestätigte, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich sah noch nie so klares Wasser wie an diesem Tag!
Nach einer kurzen Besprechung zu dem ersten Tauchgang gings ab ins Wasser und sogleich mitten in die Unterwasserwelt von Cozumel. All die positiven Erzählungen im Vorfeld sollten sich bewahrheiten, es war unglaublich:


Das Wasser von Azur-Blau bis Smaragd-Grün, eine Visibility von gut 45 Metern. Einfach Wahnsinn. Hätte ich nicht das Sauerstoffgerät im Mund gehabt, ich hätte ihn vor Staunen nicht zu bekommen. Beide Cozumel-Tauchgänge waren Drift-Dives, das heisst wir ließen uns mit der Strömung in einer Tiefe zwischen 10 und 20 Metern treiben und sind hier und da durch Rifftunnels/-höhlen getaucht. Die Artenvielfalt war berauschend. So viele paradiesische Fische, die man bei uns nur aus Naturdokus und Aquarien kennt, Riesen-Lobster und Stachelrochen, einfach unglaublich! Und als der zweite Tauchgang dieses Tages schon beinahe zu Ende war und wir uns eigentlich zum Aufstieg bereit machten (man muss beim Auftauchen einen mehrminütigen Safety-Stop bei ca 5m machen, um den restlichen Stickstoff aus dem Blut zu bekommen) passierte das Unglaubliche, von dem wir nur gehofft hatten es zu erleben: Ein Hai!!!


Wie uns unser Diveinstructor später erzählte, handelte es sich um einen Ammenhai, der gänzlich unbeeindruckt seine Kreise zog und uns nicht einmal eines Blickes würdigte. Ein ca 1,5 - 2m langes majestätisches Tier. Ein Anblick, den wir so schnell nicht vergessen werden. Wir haben uns öfter gefragt, wie wir wohl reagieren würden. Dieses Tier so entspannt in seiner eigenen Umgebung zu sehen war komplett frei von Angst, im Gegenteil, wir waren happy, die Freude erstickte jedes aufkeimende Angstgefühl im Keim.


Nach diesem Abenteuer haben wir unsere Zelte an der Riviera Maya abgebrochen und sind in Richtung Insel Holbox aufgebrochen.

Besitos a Austria!

SIGHTSEEINGACTIONPAREXELLANCE

21.11.2015
Hallo Ihr Lieben!

Nach ein paar Tagen in Tulum melden wir uns wieder zurück aus Playa del Carmen..
Tauchen war letzte Woche leider wetterbedingt nicht (holen wir diese Tage aber nach).

Was haben wir in Tulum getan?
Herrlich gespeist und viel geschwitzt. Im tropischen Jungle. Hat sich aber ausgezahlt! Hier die Beweisfotos
Zuerst sind wir zu den alten Ruinen der Stadt Zama - dem jetzigen Tulum. Früher eine Mayastadt mit zigtausenden Einwohnern ist sie aus unerfindlichen Gründen untergegangen und nicht mehr bewohnt - außer den Touri-Horden die tagtäglich drübertrampeln.


Das gilt übrigens für die gesamte Mayakultur (Bauern & Sammler) - Spekulationen tendieren in die folgenden Richtungen:
x Wassermangel (haben doch glatt ihre Toten in ihre einzige Süßwasserquelle, das Unterwasser/Cenoten System geschmissen)
x Rodung der Wälder auf Yucatan zur Ziegelherstellung um die heutigen Ruinen zu erbauen (ergo gestörtes Umweltgleichgewicht)
x eingeschleppte Krankheiten der Conquistadores (Masern, Pocken..)
oder
x systematische Ausrottung durch Conquistadores.
Das sind die populärsten Spekulationen. Vermutlich ist an jeder Überlegung etwas dran!?

Nach den Ruinen von Tulum sind wir am darauffolgenden Tag mit dem Mietauto nach Coba.
Coba ist eine alte, verlassene Ruinenstadt im Jungle, die nur teilweise saniert wurde. Hier kommt man sich mit etwas Fantasie noch vor wie Indiana Jones bei der Entdeckung neuer, alter Ruinen.
Nach Coba's Mayaruinen haben wir Coba's Cenote Tamcach-Ha besucht. Eine tiefe Höhlencenote. Über eine Holzkonstruktion klettert man vom Jungle aus in die Unterwelt...

Auf dem Weg nach unten gibt es Plattformen auf unterschiedlichen Höhen von denen man mehrere Meter ins Nichts springen kann (theoretisch zumindest, da die Höhle mit großen Scheinwerfern ausgeleuchtet wird). Ein beeindruckendes Erlebnis & nichts für Zartbesaitete, denn das Wasser ist zwar sehr klar, man sieht aber dennoch nicht bis auf den Grund und, habe ich erwähnt, dass das Wasser kühle 22 Grad hat?!

Und dann fuhren wir nach Chichen Itza...
erst einmal sei gewarnt: Touri-overkill und zweitens sollte man sich nächstes mal dafür entscheiden, eine Nacht vorort zu verbringen um morgens zeitig vor den 100en von Touribussen das Feld zu betreten! Wir wussten das nicht und kennen Chichen Itza nur so.


Für uns war das das erste Weltwunder (unserer Reise).



Unser Eindruck: gut erhaltene Pyramide am Hauptplatz, der weltgrößte Pelota-Spielplatz, eine algenverseuchte Cenote und viele Steinhaufen zu denen wenig bis nichts bekannt ist - was hat es nur mit diesen Mayas auf sich?! Eigentlich gibt es sie ja noch. Alleine in Mexiko leben laut Wikipedia noch ca 6 Millionen. Bensch bemerkte, dass sie unter weit schlechteren Bedingungen leben als der Rest der Bevölkerung. Das trifft wohl in Playa del Carmen eher zu als in den ländlichen Gegenden.
Haben jedenfalls Handarbeiten von ihnen gekauft (Armband, Lampenschirme, Stickdeckchen - was sie sonst noch schnitzen und basteln sieht man auf den Fotos der Verkaufsstände in Chichen Itza.
Vermutlich arbeiten Maya auch als Zimmermädchen in der florierenden Hotelerie. Außerdem haben wir beobachtet wie sie säckeweise Dosen oder Plastikflaschen am Strand gesammelt haben.
Laut Erzählungen von Mexikanern (nicht-Mayas) sind Mayas durch ihre, teilweise selbstgewählte Isolation, Bürger zweiter Klasse.

Es gibt ein tolles Buch von Frederick Catherwood und John Lloyd Stephens, den echten Indiana Jones von Mittelamerika, für die Interessierten unter Euch.
Am Heimweg von Chichen Itza sind wir durch das bildhübsche Kolonialstädtchen Valladolid. Nächstes Mal nehmen wir uns mehr Zeit und steigen dann auch aus dem Auto aus...




Nun sind wir wieder zurück in PdC und laben uns an Sonnenuntergang und Margaritas.





WAS BISHER IN MEXICO GESCHAH

11.11.2015
Mit einiger Verspätung melden wir uns zurück!

Die zweite Woche unseres Sprachkurses ist voll im Gange - bitte glaubt nicht, dass wir bereits als Native Speaker gelten!
Bensch musste seinen ersten Tag alleine, als einziger Anfänger bewältigen - keine anderen Schüler haben an diesem Tag von ganz vorne begonnen. keine angenehme Erfahrung.
Im Laufe der Woche haben sich jedoch ein paar andere Spanish-Newbies zu ihm gesellt und sie trotzen gemeinsam den 'irregulares' der spanischen Sprache!
Meine Wenigkeit war in der ersten Woche ebenfalls überwältigt von der Vielfältigkeit und den Herausforderungen, die einem das mexikanische Spanisch stellen kann. Zusammenfassen lässt sich das so : 'ich weiß, dass ich nichts weiß!'
Nun schleppen wir uns durch die 2.Woche in der Sprachschule und wissen, dass wir noch nicht bereit für die spanische Welt da draußen sind...

Nichts desto trotz, die Erde dreht sich weiter und wir haben neben unseren spanischen Eskapaden einiges erlebt: Selbstverständlich war viel Beach-Time und herrliches Essen dabei (unsere Skills in Beachball steigen umgekehrt proportional zu unserem Kasigkeitsgrad) :p
Liebe Grüße und viel Sunshine an die Zuhausegebliebenen!

Unsere sprachschule hat einen Nachmittag dem Zubereiten/Kochen von Mexikanischem Essen gewidmet, an dem wir selbstverständlich nicht gefehlt haben! Sind nun absolute Pros im Guacamole machen und Pepper grillen! Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch das Vergnügen, nächstes Jahr unsere neu gewonnenen Kochkünsten zu probieren!
Stefanie's favourite: Guacamole & Salsa & Totopos & Cerveza.





Ebenfalls empfehlenswert ist die Pescaderia el Pirata, die Straße runter von Casa Ohm - el mejor cocktail de camaron en Playa!



Und an vorderster Front (oft besucht und noch nie übertroffen): 'hijos de la tostada'. Unbegreifliche Kreationen aus frittierten Shrimps, verschiedenen Saucen und Gemüsesorten serviert auf einem großen Tortillachip!




Was haben wir außerdem erlebt, werdet ihr euch fragen!?
Haben lange überlegt, worin wir unsere hart erarbeiteten Monedas investieren- hatten auch genug Zeit zu überlegen, da es 3 Tage lang geschüttet hat...
Zur Auswahl standen: Eintauchen in eine/mehre Cenotes, Baden in einer Lagune im Landesinneren oder Schnorcheln mit Schildkröten und Rochen?!
Sind dann kurzerhand zu dem Schluss gekommen, dass wir nichts davon auslassen möchten. Ja, richtig gehört: waren mit Meeresschildkröte und Rochen Unterwasser unterwegs!! Hierzu gibt es aber keine Beweisfotos.
Fotos gibt es aber von Ashley & Eric, dem kanadischen Pärchen und unserem host Diego, mit denen wir die letzten Tage um die Häuser gezogen sind. An dieser Stelle wünschen wir euch eine gute Heimreise nach Kanada & vielleicht sehen wir uns bald wieder!

Wie wird es weitergehen? Wir planen für Ende der Woche einige Tauchgänge an der Riviera Maya und der Insel Cozumel, bevor wir Anfang nächste Woche unser gemachtes Nest hier in Playa del Carmen verlassen und nach Tulum weiter ziehen werden!

We will keep you updated,
S&B

PS: 'Dia De Los Muertos' war leider eine herbe Enttäuschung. Der US-amerikanischen Hochkultur und ihren Abgesannten sei Dank, dass diese mexikanische Tradition, zumindest hier in Playa del Carmen, Halloween zum Opfer gefallen ist. Aber wer von euch den neuen James Bond anschaut, kann sich in der ersten halben Stunde des Films einen Eindruck davon verschaffen, welche Ausmaße 'Dia De Los Muertos' hier annehmen kann...

PPS: Wir sind richtig traurig, dass wir DAS heuer versäumen :p



DER SPANISCH-KURS BEGINNT

Nach einer sehr gemütlichen ersten Woche hat nun gestern, Montag, bei uns der Spanisch-Kurs begonnen.
Unser erster Schultag:
Schon gespannt, was uns in der Sprachschule "Playa Lingua" erwarten würde, radelten wir gegen halb 9 in der Früh Richtung Schule (keine Kaffeemaschine sondern nur Instant-Pulver-Kaffee in unserem Apartment). Wir wurden in 2 verschiedene Unterrichtsgruppen eingeteilt, da Stefanie schon etwas Spanisch spricht, ich nur Französich und Italienisch, und beides auch recht dürftig... Stefanies Gruppe besteht aus 5 Leuten verschiedener Nationen (Kanadierinnen, Amerikanerinnen, ein Quotenmünchner). Ich dafür hab das Glück/Pech, dass ich der einzige Anfänger bin, was bedeutet, ich bin meine eigene Gruppe und habe Einzelunterricht. Gut weil ich hoffentlich mehr lerne, schlecht weil mein Kopf am ersten Tag zu explodieren schien.
Schauen wir, was die nächsten 2 Wochen so bringen.

Wir halten Euch am Laufenden!
LG aus Mexico,
Stef & Ben


DIE ERSTE WOCHE IN PLAYA DEL CARMEN

Hola Amigos
Nach einer genialen Woche in NYC sind wir weitergezogen, und zwar nach Mexiko. Genauer gesagt auf die Halbinsel Yucatan, die in der Karibik liegt. Der Flug, wie könnte es anders sein, hat unsere Nerven wieder mal strapaziert. Durch einen technischen Defekt ist unser Flugzeug um eine gute Dreiviertelstunde später gestartet. Und da es kein Direktflug von NYC nach Cancun war, sondern wir in Charlotte umsteigen mussten, wofür nur eine gute Stunde eingeplant war, wurde es stressig. Es ging sich nach einem Sprint über
den ganzen Flughafen dennoch aus und Mexico stand nichts mehr im Weg.



In Mexico angekommen, bekamen wir sofort das karibische Klima zu spüren, auch weil wir mit langer Kleidung ankamen und in Playa del Carmen unser Gepäck ca eine halbe Stunde bis zu unserem Apartment schleppen mussten. Dies liegt mit dem Fahrrad ca 3 min vom Strand und von der Avenida 5, welche das Zentrum von PdC ist, entfernt. Die ersten Tage bestanden darin, sich in PdC etwas zu orientieren und die schönsten Plätze des Strandes zu finden. An den Abenden sind wir bisweilen in der Avenida 5 unterwegs und schlendern durch Souvenirshops, Restaurants und Bars. Meistens lassen wir die Abende mit einem Glas Bier auf unserer Terasse gemeinsam mit Diego, unserem Host, ausklingen.





Gestern Freitag waren wir mit Diego und Roger in Tulum, haben Mayaruinen besichtigt und waren in einem Beachclub, wo wir auch in einer "Cenote" badeten. Ein sensationeller Tag, auch weil wir mit Locals unterwegs waren, und nicht unbedingt die Voll-touristischen Sachen besucht haben.

Heute Samstag feiern wir mit Locals den "Día de Muertos", was sicher auch wahnsinnig spannend wird. Und wir hoffen, dass wir einige gute Fotos von den "Catrina"s einfangen können. 


Bis bald
Stefanie & Bensho

PS: Aktuelle Fotos gibts HIER



7 TAGE NEW YORK

Nach einer wanhsinnig anstrengenden Anreise haben wir am ersten Tag unser Quartier in Harlem bezogen (Bilder dazu könnt ihr im unteren Post finden).
Den Dienstag starteten wir mit einem Frühstück im sonnigen Central Park und haben bei einer "Free Tour" mitgemacht. Dante, unser Guide, führte uns durch Greenwich Village, Chelsea und schlussendlich über die High Line. Gezahlt wird bei "Free NYC Tours" nach dem Prinzip Pay-as-you-like (highly recommended).





Die nächsten beiden Tage haben wir mit noch mehr Sightseeing verbracht, unter anderem die Brooklyn Bridge, das WTC Memorial, die Staten Island Ferry und Joggen im Central Park ist sich auch ausgegangen.
Zwischendrin wurde mehr oder weniger geshopt (unser Stauraum im Gepäck ließ keine großen Stückeln zu).
Samstag Abend waren wir noch Coney Island, leider sind wir nicht mehr dazugekommen, mit "Cyclone" zufahren :(

Am Sonntag schließlich sind wir nach Queens umgezogen und haben am Abend Mike & Tina getroffen, um mit ihnen zu "Shake Shack" Burger essen zu gehen. Am nächsten Tag ging es weiter nach Mexiko.


START SPREADING THE NEWS - I AM LEAVING TODAY - I WANT TO BE A PART OF IT, NEW YORK, NEW YORK

24.10.2015


Unsere Homebase in Harlem: Google Viewer, airbnb
Wer Lust auf mehr New York hat, folgt diesem Link und dann diesem





DIE ABREISE

18.10.2015


Dürfen wir vorstellen: unser Ballast (gesamt ca. 45 kg). Fat boy musste leider zu Hause in Wien bleiben.

Befürchtete Probleme: ESTA erst am Vorabend beantragt (8 Stunden vor Abflug anstatt 72 Stunden)

Tatsächliche Probleme beim Check-in: 0