TORONTO - KANADA

30.3.2016

Über die drei Tage in Kanada gibt es nicht viel zu erzählen. Nach 6 Monaten Lateinamerika war der Kulturschock weniger schlimm im Vergleich zum Temperaturschock. In Kanada hatte es nämlich nur ein paar Grad über Null - die kälteste Gegend in der wir uns während unserer Weltreise aufgehalten haben. Wir versuchten die Kälte mit viel kanadischem Essen (maßlos unterschätzt) und Bierbegleitung, und mit der unglaublichen Freundlichkeit der Kanadier wegzumachen. 


 Gelang uns nicht ganz und deshalb sind wir bald wieder geflüchtet - nämlich in wärmere Gefilde und zwar in das frühlingshafte Japan.

Nicht viel los, zu Ostern, in Toronto.:


Der Besuch bei den Niagarawasserfällen fiel (im wahrsten Sinne des Wortes) ins Wasser.

CUSCO - ICA - LIMA

25.3.2016

Über Cusco haben wir noch kein Wort verloren und das wollen wir jetzt ändern. Diese geschichtsträchtige Stadt war uns vor unserem Besuch lediglich als "Tor zu Machu Picchu" bekannt (sämtliche Touren in die Gegend starten von hier). ABER: Cusco hat viel mehr zu bieten! Zum Beispeil ein wunderschönes, koloniales Stadtzentrum; es fällt nicht schwer sich vorzustellen, wie es wohl seinerzeit hier ausgesehen hat.



Jetzt tummeln sich rund um den Hauptplatz Touristen, Strassenhändler und Indigene Damen mit Alpacas die gegen ein kleines Trinkgeld gern für einen Schnappschuß zur Verfügung stehen. Eine Reiseagentur nebst der anderen, dazwischen ein Mc Donalds, ein KFC, ein Starbucks und hier und da ein peruanisches oder italienisches Restaurant - das prägt den Hauptplatz von Cusco heute. In und um die Stadt findet man außerdem noch gut erhaltene bzw. restaurierte Ruinen aus der Zeit vor der Kolonialisierung (immer verlässlich von zahlreichen Touristen aus aller Welt bevölkert).

Nach unserer Rückkehr aus Machu Picchu haben wir es uns aber nicht mehr allzu gemütlich in Cusco gemacht, denn unser nächstes Ziel stand fest: Ica. Die kleine Stadt ist vor allem wegen der Wüstenoase Huacachina, der Weingegend und dem nahen, am Pazifik gelegenen Nationalpark Paracas bekannt. Nach einer gesundheitlich-bedingt anstrengenden Nachtbusfahrt in Ica angekommen, ab in ein Tuktuk und in rund 10min waren wir in Huacachina, Südamerikas einziger Oase! Und die Anreise hat sich gelohnt:


Das Wasser machte keinen besonders hygienischen Eindruck auf uns. Nach kurzer Recherchetätigkeit fanden wir heraus, dass es sich hierbei um einen Tümpel handelt der von einem unterirdischen Andenfluß gespeist wird und besonders mineralstoff- und schwefelhaltig ist aber sukzessive weniger Wasser hält da die Zivilisation rundherum das Grundwasser anzapft. Wir haben uns dem zweifelhaften Badevergnügen erst einmal nicht hingegeben, kurz damit spekuliert uns ein Tretboot auszuborgen, uns dann aber doch dafür entschieden, die umliegenden Dünen mit dem Sandboard zu erkunden.
Da es keine Schlepplifte gibt, muss man es wie die Tourengeher machen und zu Fuss die Dünen erklimmen. Wir vermuteten schon, dass es anstrengend werden würde, uns wurde jedoch sehr schnell klar, dass wir kein Adjektiv kennen, dass dieses Ausmaß an Anstrengung treffend beschreibt. Das Versinken bei jedem Schritt, die gleißende Wüstensonne und ab und an eine peitschende Windböe die Augen und Mund mit Sand füllt, zollten ihren Tribut... Es war schlichtweg scheiß-anstrengend und wir waren paniert (ein späteres Bad in der Oase damit auch unumgänglich).

Sandboarden kann man sich ungefähr wie Snowboarden vorstellen, nur dass man bei den reinen Holzboards keine Kanten hat, was Schwünge natürlich noch schwieriger (Steffi behauptet sogar: unmöglich) macht. Ausserdem muss man vor jeder Abfahrt das Board wachseln, was dann aber auch höchstens die ersten 5 Meter Früchte trägt und danach gehts eher etwas schleppend (bis gar nicht) dahin, vergleichbar mit einem alten ungewachsten Board auf nassem, pickigen Schnee. So unsexy das auch klingt, es hat uns trotzdem Spaß gemacht.


Und als dann am späten Nachmittag das Geheule der Beachbuggies seltener wurde, machten wir uns mit ein, zwei Bier auf um eine Düne zu erklimmen und uns dem Sonnenuntergang hinzugeben.



Den dritten Tag in Ica haben wir für einen Ausflug zu den Islas Ballestas, Teil des Nationalparks von Paracas, genutzt. Diese werden auch als "kleines Galapagos" bezeichnet und sind vor allem für Seelöwen und Humboldtpinguinen bekannt. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.: mit dem Boot an Nazcalinien vorbei, raus aufs Meer und wir durften für gute 1,5h dem lauten & geruchsintensiven Treiben der Seelöwen beiwohnen, dem Kreischen unzähliger Vögel lauschen und Pinguine beobachten. An Land mögen diese Vögel tolpatschig und unbeholfen wirken; wir waren aber überrascht welche Hürden sie meistern können und wie galant und schnell sie durch das Wasser gleiten.

 
Wieder zurück an Land sind wir weiter in den Nationalpark von Paracas gefahren worden und haben dort atemberaubend schöne Pazifikstrände besucht und noch mehr Vögel beobachtet und Wüste gesehen. Eines der schönsten Erlebnisse hatten wir am Playa de la Mina, wo wir im kühlen Pazifik mit Pelikanen geplantscht haben.
(Hier haben wir uns auch den bis dato allerersten Sonnenbrand geholt)

Gegen 4 gings dann retour ins Hotel nach Ica, wir hatten an diesem Tag noch eine Busfahrt in unseren letzte Station in Südamerika vor uns: ab nach Lima.

Um ehrlich zu sein, können wir nicht behaupten LIMA wirklich gesehen zu haben. Wir waren 3 Nächte dort, haben uns auch unserem (weniger empfehlenswerten) Hotel rausgewagt, jedoch nie das Viertel Miraflores verlassen. Und das soll auch das schönste Viertel von Peru's Hauptstadt sein. Was haben wir die drei Tage getan?
Vor allem viel Zeit auf "Inkamärkten" und in Shoppingcentern und in den Parks an der steil abfallenden Pazifikküste verbracht.



In Lima hätten wir prinzipiell schon noch etwas mehr Zeit verbringen (und vor allem Geld ausgeben) können, aber nach über 5 Monaten Lateinamerika waren wir beide froh als sich unser Flieger dann am 26.3. in die Lüfte erhoben hat und uns zurück auf den Nordamerikanischen Kontinent und nach Toronto brachte.

Natürlich gibt es eine Menge Fotos!

NEW YORK, RIO, TOKYO


DAS VERMÄCHTNIS DER INKA

22.3.2016

Gut erholt nach den 3 Tagen Strandidylle, führte uns unser nächster Trip nach Peru, und damit natürlich auf den Machu Picchu. Auf der "Bucketlist" mitunter ganz oben, war die Vorfreude natürlich riesig. Wir haben uns im Vorhinein ein wenig erkundet und mussten feststellen, dass der Trip doch eher an der teureren Seite angesiedelt sein wird (das ganze Package Cusco - heiliges Tal - Machu Picchu - Cusco inkl. Übernachtungen & allem pi-pa-po gibts um 300€/P).
Das war uns bei weitem zu teuer, also haben wir, in Cusco angekommen, einige Reiseagenturen abgeklappert. Die Zeitinvestition hat sich gelohnt. Resultat: eine abgespeckte Version des Trips um 65$.
Zwei Tage darauf gings also los. Treffpunkt halb 8 und ab in den Minibus für 6 Stunden, in denen uns die vorbeiziehende Landschaft des "Sacred Valley" einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns am Machu Picchu erwarten würde, gab.


Über Serpentinenstraßen auf einer Höhe jenseits der 4000m und eine Ca 15km Schotterstraße, an der es einseitig mehrere hundert Meter nach unten ging, bis nach Hydroelectrica, ein Wasserkraftwerk des Rio Urubamba, von dem es weiter ca. 2,5h zu Fuss entlang der örtlichen Eisenbahnstrecke weiterging.

Zu Beginn des Fußmarsches noch tiefblauer Himmel, verschlechterte sich das Wetter zusehends bis es bei Halbzeit der Wanderung in tropischen Regen umschlug. Sowas passiert eben, wenn man zum Ende der Regenzeit den MP in Angriff nimmt. Doch das Schlechtwetter hielt gsd nicht an und als wir im kleinen Ort Agua Calientes (z.dt. Heisses Wasser) ankamen waren wir bereits wieder trocken. 
Der Treffpunkt an der Bushaltestelle, von der wir auf den Machu Picchu gebracht werden sollten war auf 5:00 in der Früh angesetzt, also ab ins Bett. 
Als der Wecker dann gegen 4:30h läutete und wir aus dem Fenster sahen, trauten wir unseren Augen nicht. Heftigste Gewitterschauer in Kombination mit Müdigkeit taten das ihrige um uns zurück ins Bett zu bringen und wir waren uns einig, dass wir bis zum Ende des Regens im Bett ausharren werden würden. Gegen 7 war es dann soweit: der Regen ließ nach, die letzten Vorkehrungen zu unserem MP Besuch getroffen und ab zur Bushaltestelle und erstmal hinter 200 anderen Touristen anstellen.
 
Die Warterei überstanden war es dann gegen halb 10 soweit: wir saßen im Bus Richtung Machu Picchu (deutsch "alter Gipfel").
Bei der Stadtruine auf ca 2360 m angekommen, nahmen wir uns einen Guide und ließen uns die nächsten 2 Stunden  in das Wissen über das alte Machu Picchu einweihen. z.B. das die Inkas gar kein Volk an sich waren. "Inka" ist lediglich der Titel eines Stammesführers der Quechua Indios (dem eigentlichen Volk) - insgesamt weiß man von 18 Inkas. Auch war die Stadt Machu Picchu keine Stadt im herkömmlichen Sinn, sie wurde nämlich nicht permanent von denselben Menschen bewohnt. Vielmehr war es war es für die Einwohner von Cusco eine Art Belohnung für ein paar Monate bis zu 3 Jahre dorthin eingeladen zu werden. Eine Belohnung für äußerst fleissige oder intelligente Bürger um sich weiterzubilden. Kurz gesagt, Machu Picchu war die vielleicht erste Stadt für Eliten.

Das Volk der Quechua, die immer noch die Gegend und ganz Peru bevölkert, schmückt sich außerdem mit seinem frühen Fortschritt in Bezug auf Astronomie und Landwirtschaft - und nach den Auskünften unseres Guides trauen wir uns urteilen, dass die Quechua den Mayas hier in keinster Weise nachstanden.

Nach unserer 2-Stunden Führung blieb uns leider keine Zeit mehr, um MP weiter auf eigene Faust zu erkunden denn wir hatten einen Treffpunkt mit unserem Busfahrer und mussten uns wieder auf den Weg nach Hydroelectrica machen.
Und nach einer langen, beschwerlichen Rückfahrt fielen wir hundemüde in Cusco ins Bett.

Hier noch ein paar fotografische Eindrücke!

INSEL DER SONNE

 15.3.2016

Nach dem atemberaubenden Ausflug in die Salzwüste und wieder in La Paz angekommen, haben wir uns in einen Bus Richtung Isla del Sol (zu deutsch "Sonneninsel") gesetzt. Und da das Wetter für die nächsten Tage in La Paz schlecht angesagt war, schien es der perfekte Zeitpunkt um weiterzuziehen.

Um auf die Insel zu gelangen, muss man Copacabana am Titicacasee anfahren. Der Name trügt, hat doch das bolivianische Copacabana rein gar nichts mit dem allseits bekannten Strandabschnitt Rios zu tun. Ein kleines Städtchen voller Backpacker und genervten Einheimischen. Mittags angekommen und noch ein paar kleine Einkäufe getätigt, gings ab aufs Boot Richtung Insel. Nach gut 3 Stunden kamen wir in Cha'llapampa an der nördlichen Seite an und waren begeistert. Ein kleines idyllisches Örtchen, ja fast eine Oase die den Namen Sonneninsel wahrlich verdient hat. Ringsum wolkenbedeckter Himmel, während über der Isla del Sol der blaue Himmel erstrahlt, was, wie wir gehört haben, dank eines ganz eigenen Mikroklimas die meiste Zeit des Jahres so zu sein scheint. Von Adele, unserem Host, mit einem Schild begrüsst, sind wir sogleich zu unserer Unterkunft direkt am Strand mit großem Fenster auf den See, der eher durch seine Größe wie ein Meer anmutet.



Da lässt es sich aushalten! Wir haben sofort auf 3 Nächte verlängert, sind am Strand in der Sonne gelegen, haben den Gänsen beim auf- und ab watscheln zugesehen, Esel, Schweine und Schafe beim Spazierengehen gegrüßt und uns die heiligen Ruinen des Tiwanacustamms angesehen. Adele und ihr Mann Freddy sind Nachkommen derselbigen und hatten ein paar gute Geschichten auf Lager!

Hier gehts zu den Fotos!

Die Isla del Sol ist definitiv !NOCH! ein Geheimtipp. 3 Tage Chillen bis es weiter ging nach Peru!


SALAR DE UYUNI & DER NATIONALPARK SAJAMA

5.-8.3.2016

Mit dem Nachtbus ging es nun auf von La Paz und in das 540 km entfernte Städtchen Uyuni (3.671 m).Von dort sollte unsere 3 tägige Tour durch die Salzwüste Uyuni und den anschließenden Nationalpark starten. Um 5:00 Uhr Morgens kamen wir an und um 10:30 ging es dann auch los.

 

Das war das Team: unser Guide & Koch & Fahrer Fausto, die zwei deutschen Schwestern und das schweizer Pärchen.:




1. Stop: der Eisenbahnfriedhof. Heute ein großer Erwachsenenspielplatz




Danach packte uns Fausto in den 4Radantrieb und das Abenteuer ging richtig los. Was wir die nächsten Tage getan haben, lässt sich knapp zusammen fassen.: wir fuhren durch weite Landschaften, machten hier und da eine Pause und fuhren weiter. Wir haben versucht, die Schöhnheit fotografisch fest zu halten. Hier eine kleine Auswahl der über 600 Fotos.

Und nach diesem Highlight unserer Reise geht's weiter über La Paz an den Titicacasee, auf die Isla del Sol!

WELCOME TO LA PAZ/BOLIVIA

9.3.2016

Am 1.3. um 19:30 landeten wir am Altiplano, laut Wikipedia einem der höchstgelegenen von Menschen bevölkerten Gebieten der Erde. Und das spürten wir sofort: eine Mischung aus Euphorie und Höhenrausch ergreift den durchschnittlichen Mitteleuropäer, sowie auch den hartgesottenen Bergsteiger oder Einheimischen sobald das Flugzeug auf 4.200 Höhenmetern landet und die Luken zu La Paz öffnet. Der Bolivianer behilft sich seit Jahrtausenden mit der Koka-Pflanze um die Symptome der Höhenkrankheit im Griff zu haben. Hier in Bolivien ist das Kauen getrockneter Koka-Blätter oder ein Teeaufguss der Selben legal. Das war für uns natürlich ein guter Grund mit den Einheimischen gleichzuziehen. Außerdem wird/wurde Koka zu allem möglichen verarbeitet: Zuckerl, Coca Cola (bis ins Jahr 1920 hoch Coca-konzentriert), Energydrink, in Speisen, aber auch zu Kokain (illegal). Wir sind es die ersten Tage erst einmal etwas ruhiger angegangen. Wir Ihr auf den Fotos unschwer erkennen könnt, kommt man den Steigungen in La Paz nicht aus und die sind auf dieser Höhe ein anstrengendes Unterfangen.


Die ersten Tage plagten uns Kopfschmerzen und Übelkeit und wir haben Kokatee getrunken und Zuckerl gelutscht. Traumwetter? Ja, etwa 15-20°C. Sonne? Ja, auf dieser Höhe außerordentlich stark.

La Paz ist ein wildes Treiben. Was uns besonders gefallen hat, ist die Ursprünglichkeit der Einheimischen. Die durch den Verkehr verstopften Straßen werden farblich durch Cholitas gesäumt. Cholitas sind indigene, kleine Damen, gekleidet in bunte Stoffe mit vielen Schichten an Faltröcken und Melone tragend.


Sie übertreffen jegliche Erwartungen: sind berühmt für ihre Geschäftstüchtigkeit, dominieren die Wrestlinglandschaft in La Paz und in den ländlicheren Gegenden kennt man sie für ihr fußballerisches Geschick.

Den Symptomen der Höhenkrankheit zu Trotz haben wir uns dann doch die eine und andere Sehenswürdigkeit von La Paz angesehen: den Witch-Market und die "Mi Teleferico", ausserdem haben wir wieder die obligatorische Walking-Tour gemacht inkl. dem Mercado und dem Gefängnis (von außen).



SAO PAULO & ARARAS

29.2.2016

Wo immer Ihr auch seid, wir schicken Euch ein brasilianisches 'Oi'! Heute aus Sao Paulo, der größten Stadt Brasiliens (unglaubliche  12 Mio. Einwohner) und morgen geht es weiter nach La Paz, Bolivien. Aber zuvor etwas über die letzten Tage in Brasilien, die leider auch von Steffis starker Verkühlung geprägt waren Brasilianer sind nämlich große Fans von unterkühlten Räumen. Ob im Bus oder im Geschäft, im Taxi, der Ubahn oder hier am Flughafen - es ist kalt. In Kombination mit leichten Gewändern, eisgekühlten Getränken und sommerlichen 30 Grad plus, für den europäischen Organismus schlichtweg zu viel. Zuerst war Bensch dran, dann hat es Stefanie so schlimm erwischt, dass sie tagelang darnieder gestreckt im Bett verbringen musste und Bensch allein sein Glück in Sao Paulo versucht hat.
Die Rua Augusta haben wir noch gemeinsam für uns entdeckt. Jungdesignerläden, Foodtrucks und buntes Hipstergewurl - perfekt um Geschenke zu besorgen und einfach mal SP zu inhalieren. SP ist groß, richtig groß. 
Und nicht nur deshalb haben wir uns sehr gefreut als uns unsere Freunde, Luciane & Valbert, aus der Provinzstadt Araras abgeholt und ein langes Wochenende mit uns verbracht haben. Donnerstags Mittag ging es mit einem Brunch am Markt in SP los. Von dem legendären Mortadellasandwich hatten wir schon von verschiedenen Seiten gehört bzw. gelesen. Nun war es endlich soweit!
Ein frisch gezapftes, dunkles Brahma Chopp dazu - perfekter Start ins Wochenende!


Während unseres Spaziergangs durch die Standln haben wir dann Vieles gekostet und erklärt bekommen - vor allem exotische Früchte, unsere Favoriten: Maracuja, Guave und diverse Nüsse. Wir haben brasilianischen Kaffee getrunken und den Einheimischen zugesehen, wie sie Mortadellasandwich mit Paulaner kombiniert haben. Mit diesem Rausch an Eindrücken ging es dann ab ins Auto und nach Araras.

Um ehrlich zu sein, zu Araras gibt es nicht viel zu erzählen. Wir haben die meiste Zeit bei Lu & Val zu Hause in der Küche oder am Pool verbracht, haben sie mit Schweinsbraten und Apfelstrudel verwöhnt und Val's Geburtstag gefeiert. Highlight war auch der brasilianische Grillsonntag (churrasco).
Hier unsere Eindrücke.

Anmerkung: von SP gibt es wenig Bilder da wir weder die Kamera noch das Handy auf der Straße gerne ausgepackt haben.

STRANDIDYLLE IM HAFENSTÄDTCHEN PARATY

18.2.2016

Paraty, ausgesprochen [paratschi] - Gesundheit, liegt etwa 250 km südwestlich von Rio auf halbem Weg Richtung Sao Paulo.

Ein pitoreskes, kleines Hafenstädtchen mit trauriger Geschichte (im 17. und 18. Jahrhundert ein blühender Umschlagsplatz für Sklaven, Gold und Edelsteine), welches sich neuerdings sowohl bei Einheimischen als auch Touristen als Urlaubs- und vor allem Badeort großer Beliebtheit erfreut.


Hier haben wir es uns ein paar Tage gut gehen lassen, die Füße in den brasilianischen Sand gesteckt und das etwa 30°C heiße Atlantikwasser (!) genossen.

Fotos.


Und als das Wetter wieder schlechter wurde, zogen wir weiter nach Sao Paulo.

SAMBA, BABY!


CARNAVAL DO BRASIL

12.2.2016

Brazil: Karneval, Caipirinha und Fussball.

Erste Station: Belo Horizonte



Das erste Mal auf dieser Reise haben sich unsere Wege für kurze Zeit getrennt. Steffi besuchte ihre Freundin Milena während Bensch sich ein paar Tage alleine durch schlug. Aber für beide begann hier der Karneval 2016. Wir verabredeten uns zu diesem Zweck am letzten Tag in Belo Horizonte um 9:00 Uhr vormittags zu einem "Block" (das als Straßenumzug zu bezeichnen wäre eine Beleidigung für den brasilianischen Karneval).




Jedenfalls hatte der Block um 6:00 Uhr morgens begonnen umd war bereits in vollem Gange. Mitreißende Sambarythmen dröhnten aus den Soundanlagen der Umzugswägen und Menschenmassen, manche mehr und manche weniger verkleidet, tanzten rundherum & hinterher. Wir mittendrin, Bier in Strömen, beste Laune wo man hinblickte und hier und da eine kühlende Schaum- oder Wasserdusche bis die Sonne auf ihren höchsten Stand stieg. Was für ein genialer Einstieg in den Karneval 2016!


Am nächsten Tag gings ab nach Rio de Janeiro! Angekommen und schon fast standesgemäß vom ersten Taxler übers Ohr gehauen, gings an die Copacabana. Der zweite Tag, wie der gesamte Aufenthalt in Rio, stand im Zeichen des legendären Carioca-Karneval. Manfred, ein nach Brasilien ausgewandeter Freund besorgte uns Karten für den Sambodromo - ein "Once-in-a-lifetime"-Erlebnis. Tausende Cariocas tanzen in sagenhaften Kostümen zu heissen Sambarhythmen. Muss mann live gesehen haben, die Stimmung ist unbeschreibbar. Wir lassen deshalb an dieser Stelle die Bilder sprechen.




Apropos, waren auch am Corcovado!




Der Karneval und die Zeit in Rio gingen leider viel zu schnell vorbei! Übrigens, hier in Rio hatten wir schon Halbzeit unserer Reise!

Für weitere Fotos hier klicken

Unsere Zeit in Brasilien genießen wir trotzdem und reisen weiter, die Costa Verde entlang in den romantischen Badeort Paraty. 


 

DON'T CRY FOR ME ARGENTINA, THE TRUTH IS, I NEVER LEFT YOU

2.2.2016

Wir sind uns nicht sicher sind ob uns Chile oder Argentinien besser gefallen hat, aber auf jeden Fall schlagen unsere Herzen für Argentinien!
In über einem Monat sind wir quer durch das Land gereist und haben uns drei komplett unterschiedliche Orten angesehen.:
  1. Maipu/Mendoza: die Weingegend in der Andenregion
  2. Die pulsierende Metropole Buenos Aires
  3. Das Naturwunder Cataratas de Iguazu: die größten Wasserfälle der Welt



Zu den Wasserfällen haben wir Euch noch gar nichts erzählt! Das soll sich jetzt ändern...

Argentina, Puerto Iguazu, 1. Februar 2016
Ein lokaler Bus bringt uns tief in den Jungle zum Eingang des Nationalparks. Der Eintritt macht 260 argentinische Pesos aus (das waren zum damaligen Zeitpunkt 16 € pro Person).
Man bekommt einen Plan und eine rostige Machete in die Hand gedrückt (Machete muss man beim Verlassen wieder abgeben). Und los geht das Abenteur in den Jungle.
Bereits früh bahnt sich tosendes Gedonner an und je weiter man sich in die grüne Hölle vorwagt, desto lauter wird es. Nach einer schweißtreibenden Wanderung durch das schwüle Dickicht kommt man zu einer Lichtung. Auf dem schmalen Pfad sollte man den Blick nicht nach oben richten - giftige Arañas aller Größen betten ihre riesigen Netze in das Urwalddach und überspannen Flächen so groß wie ein Kinderspielplatz.
In der Ferne hört man das Gebrüll der Affen die Artgenoßen vor einem hungrigen Jaguar warnen (beim Eingang hat man uns bereits darauf vorbereitet "wenn man keine Vögel mehr hört, ist der Jaguar schon sehr nahe"). Dann und wann kreuzt eine Tarantel den Weg des Mosquitozerstochenen Abenteurers. Allen Gefahren zum Trotz geht es weiter durch den Jungle mit dem Ziel in den "Garganta del Diablo" zu blicken - den Teufelsrachen, wie ihn die Einheimischen nennen.
Von nun an wird man von einem kleinen Rinnsal begleitet welches allmählich zu einem Bach heranwächst. Den Weg leitet das Tosen des Wassers und das wird bald so laut, dass man das eigene Wort nicht mehr versteht - es ist nicht mehr weit zu den größten Wasserfällen der Welt!

Endlich lichtet sich der Urwald. Er endet aprupt, der Boden fällt senkrecht ab und das Wasser stürzt zig Meter steil hinab. Ein atemberaubender Ausblick auf ein riesiges Tal. Von allen Seiten und verschiedenen Ebenen rauschen Wasserfälle aller Größe in die Tiefe - so viele, dass man sie nicht zählen kann. Unten angekommen mischen sich die Wassermassen und werden durch die Wucht des Aufpralls wieder in die Höhe geschleudert. Ein feiner Dunstnebel liegt über dem Spektakel und lässt die Luftfeuchtigkeit ins Unerträgliche steigen. Aber es weht eine kühle Brise und der Dunst legt sich auf die Oberfläche des erschöpften Organismus.



Mit ziemlich genau dieser Erwartung sind wir dann am 2. Februar mit dem Bus zu den Cataratas de Iguazu aufgebrochen.
Tätsächlich hält der Nationalpark alle Annähmlichkeiten bereit damit ein übergewichtiger Amerikaner in den mittleren Jahren, der kurz vor dem Herzinfarkt steht, bequem & gefahrlos jede Ecke des ca. 67 Hektar großen Areals erreichen kann.

What an adventure!

Wir haben den Park zu Mittag betreten und in etwa 300 Fotos geschossen, viele Schmetterlinge, ein paar Spinnen, 1 Krokodil, 3 Affen, einige Waschbären und selbstverständlich viel Wasser fallen gesehen. Gegen 18:00 Uhr verließen wir den Park dann völlig erschöpft aber glücklich wieder.
Jedem, der die Gelegenheit hat die Cataratas de Iguazu zu besuchen, sei dieses gigantische Naturspektakel empfohlen. Uns lief sogar eine blinde Touristin über den Weg!




Mit einem ausgiebigen Asado ging unser letzter Abend in Argentinien dann zu Ende. Der darauffolgende Tag war verregnet, wie eigentlich alle Tage in Puerto Iguazu. Wir trotzten dem Wetter und besuchten ein Auffanglager für verletzte Wildtiere und haben dort noch mehr Junglebewohner gesehen.
Danach ging es ab, 15 km bis über die Grenze nach Brasilien, "Foz do Iguazu" und mit dem Flugzeug in die brasilianische Metrole Belo Horizonte.



Nächste Etappe: Brasilien zur Karnevalssaison.

SAMBA, baby!

WHY WE LOVE BUENOS AIRES

29.1.2016


Buenos Aires hat im Prinzip alles im Repertoire, was eine Großstadt bieten kann und zugegeben, nach 3 Wochen in der Provinz lechzen wir danach!
Wir erkunden die Stadt per pedes bzw. mit der Ubahn (kostet 5 ArgPesos pro Fahrt sind 0,33 € - oiso niiiix). Das Stadtzentrum und sein Hafen sind dankenswerter Weise nah beinander und können fußläufig gut erkundet werden. Buenos Aires beherbergt mit Einzugsgebiet fast doppelt so viele Menschen als ganz Österreich zusammen, nämlich unglaubliche 15 Mio.!

Argentinien: ein Land voller Höhen und Tiefen (vor allem aus politischer/geschichtlicher Sicht). Interessant für uns war vor allem die Zeit der großen Einwandererwellen hauptsächlich aus Italien und Spanien. Einen gut recherchierten Artikel über die wichtigste Einwanderungswelle zwischen 1810 und 1914 findest Du hier.


Den starken italienischen Einfluss findet man in Buenos Aires überall: in der Küche (beste Pasta außerhalb Italiens), in der Weinkultur, in der Sprache (das argentinische Spanisch hört sich italienisch an und verwendet auch Wörter aus dem Italienischen), die vielen Mode- und Schuhgeschäften, und eigentlich an jeder Straßenecke.

Wir haben außerdem Museen besucht: MALBA, Museó Historico Nacional, Museo Nacional de Bellas Artes, Embajada de Chile (Schwerpunkt: Matta); in Parks gechillt: jardin japones, jardin botanico, reserva ecológica costanera und diverse andere kleinere (BA ist voll von grünen Fleckchen).


Die obligatorische free tour by foot war auch wieder dabei.

Hier könnt Ihr Euch die wichtigsten Ziele unseres Sightseeingprogramms ansehen.

Von der Körperwelten-Ausstelllung haben wir dann abgesehen, denn nach einer kleinen Recherche fanden wir heraus, dass der Präparateur hingerichtete Straftäter aus China kauft um sie dann in bekannter Weise auszustellen. Das passt nicht in unsere Moralvorstellung.



Das pulsierende Nachtleben haben wir auf Grund des straffen Tagesprogramms und den hohen Temperaturen (oft 35°C und darüber) leider nicht so sehr genossen. Zum Glück gehört zu unserer Unterkunft einen Dachpool - zur Abkühlung zwischendurch. Unser Apartment liegt übrigens Kreuzung Austria/Peña. 😎

Geld ausgeben ist auch kein Problem in Buenos Aires - die Preise wurden nach Absinken des Pesos nach der letzten Präsidentenwahl kurz vor Jahreswechsel leider schnell wieder angepasst und sind jetzt wieder in etwa auf österreichischen Niveau.


Am letzten Abend ist es nun endlich so weit: wir tanzen Tango!

HÜ HOTT

16.1.2016

Morgen gehen unsere drei Wochen in Mendoza zu Ende - was haben wir erlebt?
Unser Arbeitspensum auf der Lodge haben wir in der ersten Woche erledigt und hatten genug Zeit uns Mendoza und die umliegende Weingegend anzusehen. Ja, wir haben dem Freizeitprogramm gefröhnt.




Das ATP Challenger Mendoza Tennisturnier hat uns gefesselt und wir haben unseren Freund Axel Michon sowie (aus reinem Patriotismus heraus auch Gerald Melzer) lautstark unterstützt. Und es hat sich ausgezahlt: beide sind im Finale gegeneinander angetreten! Was für ein spannendes Turnier und wir waren auf der Siegerseite!


Wir haben Olivenöl und Malbec verkostet (Santa Augusta), haben Malbec alleine verkostet, aber auch Merlot und Cabernet Sauvignon und Pinot Noir und Torrontès (AMP Cava) und und und (natürlich Steaks gegessen). Bleibenden Eindruck hat auch der "artesanal beergarden" hinterlassen.

Unvergessen und nie erreicht "el Chalet". Traditionelles argentinisches Hauptgericht "carne a la masa" und das feinste Flascherl Rot bisher in Argentinien getrunken: Rama Negra Reserva Red Blend 2012 von Casarena.



Und dann war das Wetter perfekt für den "Sunset Horseback Ride".





Stefanie hat auf einem der ältesten und renommiertesten argentinischen Weingüter den "Somelier Express" gemacht und wieder einmal ein persönliches Fläschchen geblendet.



Aber vor allem haben wir die Ruhe hier genossen...




Danke, Francisco für Dein Vertrauen in uns und Deine Offenheit dafür, wildfremde Menschen in Deinem Zuhause aufzunehmen und ihnen Dein Business anzuvertrauen, wir hoffen, Dich nicht enttäuscht zu haben!


Mehr pittoreske Eindrücke.

 

JA, WIR LEBEN NOCH

07.01.2016

"Che" *

Als Touristen sind wir eingereist, als Putztrupp und Tellerwäscher fristeten wir unsere ersten Tage und Nächte in Argentinien.


Welcome to Maipu Valley!


Um unsere Reisekassa etwas zu entlasten (Chile geniessen kostet keinen Pappenstiel), haben wir uns im Web etwas umgesehen und sind auf diese Lodge gestossen. Hier verbringen wir die ersten 3 Wochen in Argentinien, inmitten einer der schönsten Weingegenden dieses Planeten - Mendoza. Für Kost und Logie helfen wir Francisco mit "wasauchimmer" anfällt. Die erste Woche ist nun vorbei, und wir sind froh, dass er wieder zurück ist. Wir kamen an und wurden sofort ins kalte Wasser geschmissen:
Frühstückservice ohne Geschirrspüler, Babysitting, Wäschesalon, Raubtierfütterung und -beschäftigung, Gartenpflege, Zimmerservice, und Gästebegrüßung.

Zwei Tage später verließ uns Francisco um Silvester bei seiner Familie in Buenos Aires zu verbringen und vertraute uns nach nur 2 Tagen seine Lodge an. Nächste Herausforderung: Organisation der täglichen Gästeausflüge ohne jemals in der Gegend unterwegs gewesen zu sein. Denn, wer glaubt, dass eine Lodge mit 4 Zimmern und maximal 8 Gästen nicht viel Arbeit bedeutet, der irrt gewaltig. Immer ist etwas zu tun! Leute kommen und gehen. Es gab Tage an denen wir es nicht einmal vom Grundstück runter schafften! Als besondere Challenge stellte sich heraus, dass das Lodgetelefon mit Jahreswechsel nicht mehr funktionierte.
Nun ist Francisco zurück, hat das Ruder wieder übernommen und wir halten nur mehr nachts die Stellung.
Es ist an der Zeit die Umgebung und Mendoza auf eigene Faust zu erkunden.
Wir haben uns die drei Wochen Kost & Logie jedenfalls jetzt schon verdient!

* "Che" beudeutet in der Sprache der Quechua Indianer "Menschen" und wird heute, angelehnt an den Argentinier Che Guevara, verwendet, um mit Leuten in Kontakt zu treten (vergleichbar mit dem österreichischen "Oida")

WE DID IT: WE CROSSED THE ANDES

27.12.2015

Andenüberquerung

Grenzstation Chile-Argentinien nahe dem höchsten Berg S-Amerikas, dem Aconcagua (6.962 m)

Grenzposten: 3200 m