TORONTO - KANADA

30.3.2016

Über die drei Tage in Kanada gibt es nicht viel zu erzählen. Nach 6 Monaten Lateinamerika war der Kulturschock weniger schlimm im Vergleich zum Temperaturschock. In Kanada hatte es nämlich nur ein paar Grad über Null - die kälteste Gegend in der wir uns während unserer Weltreise aufgehalten haben. Wir versuchten die Kälte mit viel kanadischem Essen (maßlos unterschätzt) und Bierbegleitung, und mit der unglaublichen Freundlichkeit der Kanadier wegzumachen. 


 Gelang uns nicht ganz und deshalb sind wir bald wieder geflüchtet - nämlich in wärmere Gefilde und zwar in das frühlingshafte Japan.

Nicht viel los, zu Ostern, in Toronto.:


Der Besuch bei den Niagarawasserfällen fiel (im wahrsten Sinne des Wortes) ins Wasser.

CUSCO - ICA - LIMA

25.3.2016

Über Cusco haben wir noch kein Wort verloren und das wollen wir jetzt ändern. Diese geschichtsträchtige Stadt war uns vor unserem Besuch lediglich als "Tor zu Machu Picchu" bekannt (sämtliche Touren in die Gegend starten von hier). ABER: Cusco hat viel mehr zu bieten! Zum Beispeil ein wunderschönes, koloniales Stadtzentrum; es fällt nicht schwer sich vorzustellen, wie es wohl seinerzeit hier ausgesehen hat.



Jetzt tummeln sich rund um den Hauptplatz Touristen, Strassenhändler und Indigene Damen mit Alpacas die gegen ein kleines Trinkgeld gern für einen Schnappschuß zur Verfügung stehen. Eine Reiseagentur nebst der anderen, dazwischen ein Mc Donalds, ein KFC, ein Starbucks und hier und da ein peruanisches oder italienisches Restaurant - das prägt den Hauptplatz von Cusco heute. In und um die Stadt findet man außerdem noch gut erhaltene bzw. restaurierte Ruinen aus der Zeit vor der Kolonialisierung (immer verlässlich von zahlreichen Touristen aus aller Welt bevölkert).

Nach unserer Rückkehr aus Machu Picchu haben wir es uns aber nicht mehr allzu gemütlich in Cusco gemacht, denn unser nächstes Ziel stand fest: Ica. Die kleine Stadt ist vor allem wegen der Wüstenoase Huacachina, der Weingegend und dem nahen, am Pazifik gelegenen Nationalpark Paracas bekannt. Nach einer gesundheitlich-bedingt anstrengenden Nachtbusfahrt in Ica angekommen, ab in ein Tuktuk und in rund 10min waren wir in Huacachina, Südamerikas einziger Oase! Und die Anreise hat sich gelohnt:


Das Wasser machte keinen besonders hygienischen Eindruck auf uns. Nach kurzer Recherchetätigkeit fanden wir heraus, dass es sich hierbei um einen Tümpel handelt der von einem unterirdischen Andenfluß gespeist wird und besonders mineralstoff- und schwefelhaltig ist aber sukzessive weniger Wasser hält da die Zivilisation rundherum das Grundwasser anzapft. Wir haben uns dem zweifelhaften Badevergnügen erst einmal nicht hingegeben, kurz damit spekuliert uns ein Tretboot auszuborgen, uns dann aber doch dafür entschieden, die umliegenden Dünen mit dem Sandboard zu erkunden.
Da es keine Schlepplifte gibt, muss man es wie die Tourengeher machen und zu Fuss die Dünen erklimmen. Wir vermuteten schon, dass es anstrengend werden würde, uns wurde jedoch sehr schnell klar, dass wir kein Adjektiv kennen, dass dieses Ausmaß an Anstrengung treffend beschreibt. Das Versinken bei jedem Schritt, die gleißende Wüstensonne und ab und an eine peitschende Windböe die Augen und Mund mit Sand füllt, zollten ihren Tribut... Es war schlichtweg scheiß-anstrengend und wir waren paniert (ein späteres Bad in der Oase damit auch unumgänglich).

Sandboarden kann man sich ungefähr wie Snowboarden vorstellen, nur dass man bei den reinen Holzboards keine Kanten hat, was Schwünge natürlich noch schwieriger (Steffi behauptet sogar: unmöglich) macht. Ausserdem muss man vor jeder Abfahrt das Board wachseln, was dann aber auch höchstens die ersten 5 Meter Früchte trägt und danach gehts eher etwas schleppend (bis gar nicht) dahin, vergleichbar mit einem alten ungewachsten Board auf nassem, pickigen Schnee. So unsexy das auch klingt, es hat uns trotzdem Spaß gemacht.


Und als dann am späten Nachmittag das Geheule der Beachbuggies seltener wurde, machten wir uns mit ein, zwei Bier auf um eine Düne zu erklimmen und uns dem Sonnenuntergang hinzugeben.



Den dritten Tag in Ica haben wir für einen Ausflug zu den Islas Ballestas, Teil des Nationalparks von Paracas, genutzt. Diese werden auch als "kleines Galapagos" bezeichnet und sind vor allem für Seelöwen und Humboldtpinguinen bekannt. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.: mit dem Boot an Nazcalinien vorbei, raus aufs Meer und wir durften für gute 1,5h dem lauten & geruchsintensiven Treiben der Seelöwen beiwohnen, dem Kreischen unzähliger Vögel lauschen und Pinguine beobachten. An Land mögen diese Vögel tolpatschig und unbeholfen wirken; wir waren aber überrascht welche Hürden sie meistern können und wie galant und schnell sie durch das Wasser gleiten.

 
Wieder zurück an Land sind wir weiter in den Nationalpark von Paracas gefahren worden und haben dort atemberaubend schöne Pazifikstrände besucht und noch mehr Vögel beobachtet und Wüste gesehen. Eines der schönsten Erlebnisse hatten wir am Playa de la Mina, wo wir im kühlen Pazifik mit Pelikanen geplantscht haben.
(Hier haben wir uns auch den bis dato allerersten Sonnenbrand geholt)

Gegen 4 gings dann retour ins Hotel nach Ica, wir hatten an diesem Tag noch eine Busfahrt in unseren letzte Station in Südamerika vor uns: ab nach Lima.

Um ehrlich zu sein, können wir nicht behaupten LIMA wirklich gesehen zu haben. Wir waren 3 Nächte dort, haben uns auch unserem (weniger empfehlenswerten) Hotel rausgewagt, jedoch nie das Viertel Miraflores verlassen. Und das soll auch das schönste Viertel von Peru's Hauptstadt sein. Was haben wir die drei Tage getan?
Vor allem viel Zeit auf "Inkamärkten" und in Shoppingcentern und in den Parks an der steil abfallenden Pazifikküste verbracht.



In Lima hätten wir prinzipiell schon noch etwas mehr Zeit verbringen (und vor allem Geld ausgeben) können, aber nach über 5 Monaten Lateinamerika waren wir beide froh als sich unser Flieger dann am 26.3. in die Lüfte erhoben hat und uns zurück auf den Nordamerikanischen Kontinent und nach Toronto brachte.

Natürlich gibt es eine Menge Fotos!

NEW YORK, RIO, TOKYO