STRANDIDYLLE IM HAFENSTÄDTCHEN PARATY

18.2.2016

Paraty, ausgesprochen [paratschi] - Gesundheit, liegt etwa 250 km südwestlich von Rio auf halbem Weg Richtung Sao Paulo.

Ein pitoreskes, kleines Hafenstädtchen mit trauriger Geschichte (im 17. und 18. Jahrhundert ein blühender Umschlagsplatz für Sklaven, Gold und Edelsteine), welches sich neuerdings sowohl bei Einheimischen als auch Touristen als Urlaubs- und vor allem Badeort großer Beliebtheit erfreut.


Hier haben wir es uns ein paar Tage gut gehen lassen, die Füße in den brasilianischen Sand gesteckt und das etwa 30°C heiße Atlantikwasser (!) genossen.

Fotos.


Und als das Wetter wieder schlechter wurde, zogen wir weiter nach Sao Paulo.

SAMBA, BABY!


CARNAVAL DO BRASIL

12.2.2016

Brazil: Karneval, Caipirinha und Fussball.

Erste Station: Belo Horizonte



Das erste Mal auf dieser Reise haben sich unsere Wege für kurze Zeit getrennt. Steffi besuchte ihre Freundin Milena während Bensch sich ein paar Tage alleine durch schlug. Aber für beide begann hier der Karneval 2016. Wir verabredeten uns zu diesem Zweck am letzten Tag in Belo Horizonte um 9:00 Uhr vormittags zu einem "Block" (das als Straßenumzug zu bezeichnen wäre eine Beleidigung für den brasilianischen Karneval).




Jedenfalls hatte der Block um 6:00 Uhr morgens begonnen umd war bereits in vollem Gange. Mitreißende Sambarythmen dröhnten aus den Soundanlagen der Umzugswägen und Menschenmassen, manche mehr und manche weniger verkleidet, tanzten rundherum & hinterher. Wir mittendrin, Bier in Strömen, beste Laune wo man hinblickte und hier und da eine kühlende Schaum- oder Wasserdusche bis die Sonne auf ihren höchsten Stand stieg. Was für ein genialer Einstieg in den Karneval 2016!


Am nächsten Tag gings ab nach Rio de Janeiro! Angekommen und schon fast standesgemäß vom ersten Taxler übers Ohr gehauen, gings an die Copacabana. Der zweite Tag, wie der gesamte Aufenthalt in Rio, stand im Zeichen des legendären Carioca-Karneval. Manfred, ein nach Brasilien ausgewandeter Freund besorgte uns Karten für den Sambodromo - ein "Once-in-a-lifetime"-Erlebnis. Tausende Cariocas tanzen in sagenhaften Kostümen zu heissen Sambarhythmen. Muss mann live gesehen haben, die Stimmung ist unbeschreibbar. Wir lassen deshalb an dieser Stelle die Bilder sprechen.




Apropos, waren auch am Corcovado!




Der Karneval und die Zeit in Rio gingen leider viel zu schnell vorbei! Übrigens, hier in Rio hatten wir schon Halbzeit unserer Reise!

Für weitere Fotos hier klicken

Unsere Zeit in Brasilien genießen wir trotzdem und reisen weiter, die Costa Verde entlang in den romantischen Badeort Paraty. 


 

DON'T CRY FOR ME ARGENTINA, THE TRUTH IS, I NEVER LEFT YOU

2.2.2016

Wir sind uns nicht sicher sind ob uns Chile oder Argentinien besser gefallen hat, aber auf jeden Fall schlagen unsere Herzen für Argentinien!
In über einem Monat sind wir quer durch das Land gereist und haben uns drei komplett unterschiedliche Orten angesehen.:
  1. Maipu/Mendoza: die Weingegend in der Andenregion
  2. Die pulsierende Metropole Buenos Aires
  3. Das Naturwunder Cataratas de Iguazu: die größten Wasserfälle der Welt



Zu den Wasserfällen haben wir Euch noch gar nichts erzählt! Das soll sich jetzt ändern...

Argentina, Puerto Iguazu, 1. Februar 2016
Ein lokaler Bus bringt uns tief in den Jungle zum Eingang des Nationalparks. Der Eintritt macht 260 argentinische Pesos aus (das waren zum damaligen Zeitpunkt 16 € pro Person).
Man bekommt einen Plan und eine rostige Machete in die Hand gedrückt (Machete muss man beim Verlassen wieder abgeben). Und los geht das Abenteur in den Jungle.
Bereits früh bahnt sich tosendes Gedonner an und je weiter man sich in die grüne Hölle vorwagt, desto lauter wird es. Nach einer schweißtreibenden Wanderung durch das schwüle Dickicht kommt man zu einer Lichtung. Auf dem schmalen Pfad sollte man den Blick nicht nach oben richten - giftige Arañas aller Größen betten ihre riesigen Netze in das Urwalddach und überspannen Flächen so groß wie ein Kinderspielplatz.
In der Ferne hört man das Gebrüll der Affen die Artgenoßen vor einem hungrigen Jaguar warnen (beim Eingang hat man uns bereits darauf vorbereitet "wenn man keine Vögel mehr hört, ist der Jaguar schon sehr nahe"). Dann und wann kreuzt eine Tarantel den Weg des Mosquitozerstochenen Abenteurers. Allen Gefahren zum Trotz geht es weiter durch den Jungle mit dem Ziel in den "Garganta del Diablo" zu blicken - den Teufelsrachen, wie ihn die Einheimischen nennen.
Von nun an wird man von einem kleinen Rinnsal begleitet welches allmählich zu einem Bach heranwächst. Den Weg leitet das Tosen des Wassers und das wird bald so laut, dass man das eigene Wort nicht mehr versteht - es ist nicht mehr weit zu den größten Wasserfällen der Welt!

Endlich lichtet sich der Urwald. Er endet aprupt, der Boden fällt senkrecht ab und das Wasser stürzt zig Meter steil hinab. Ein atemberaubender Ausblick auf ein riesiges Tal. Von allen Seiten und verschiedenen Ebenen rauschen Wasserfälle aller Größe in die Tiefe - so viele, dass man sie nicht zählen kann. Unten angekommen mischen sich die Wassermassen und werden durch die Wucht des Aufpralls wieder in die Höhe geschleudert. Ein feiner Dunstnebel liegt über dem Spektakel und lässt die Luftfeuchtigkeit ins Unerträgliche steigen. Aber es weht eine kühle Brise und der Dunst legt sich auf die Oberfläche des erschöpften Organismus.



Mit ziemlich genau dieser Erwartung sind wir dann am 2. Februar mit dem Bus zu den Cataratas de Iguazu aufgebrochen.
Tätsächlich hält der Nationalpark alle Annähmlichkeiten bereit damit ein übergewichtiger Amerikaner in den mittleren Jahren, der kurz vor dem Herzinfarkt steht, bequem & gefahrlos jede Ecke des ca. 67 Hektar großen Areals erreichen kann.

What an adventure!

Wir haben den Park zu Mittag betreten und in etwa 300 Fotos geschossen, viele Schmetterlinge, ein paar Spinnen, 1 Krokodil, 3 Affen, einige Waschbären und selbstverständlich viel Wasser fallen gesehen. Gegen 18:00 Uhr verließen wir den Park dann völlig erschöpft aber glücklich wieder.
Jedem, der die Gelegenheit hat die Cataratas de Iguazu zu besuchen, sei dieses gigantische Naturspektakel empfohlen. Uns lief sogar eine blinde Touristin über den Weg!




Mit einem ausgiebigen Asado ging unser letzter Abend in Argentinien dann zu Ende. Der darauffolgende Tag war verregnet, wie eigentlich alle Tage in Puerto Iguazu. Wir trotzten dem Wetter und besuchten ein Auffanglager für verletzte Wildtiere und haben dort noch mehr Junglebewohner gesehen.
Danach ging es ab, 15 km bis über die Grenze nach Brasilien, "Foz do Iguazu" und mit dem Flugzeug in die brasilianische Metrole Belo Horizonte.



Nächste Etappe: Brasilien zur Karnevalssaison.

SAMBA, baby!