WO VERDAMMT LIEGT PUERTO MONTT & WARUM WIR WEIHNACHTEN IN CASTRO VERBRACHT HABEN

26.12.2015

Im chilenischen Busnetz geht es weiter, mit einer Übernachtung in Puerto Montt (wo es wie aus Schaffeln geschüttet hat) und zu unserem nächsten Ziel: Castro auf der Insel Chiloe.


Um die Frage zu beantworten die Euch allen vermutlich auf den Lippen brennt: nein, Puerto Montt ist nicht sehenswert und ja, wir haben bei der Überfahrt mit der Fähre nach Chiloe Pinguine und Seehunde in freier Wildbahn gesehen! Ein Seehund hat uns sogar zugewunken (die Kamera konnte das leider nicht rechtzeitig festhalten).

Wenn man einem Chilenen gegenüber die Insel "Chiloe" erwähnt, ist das häufigste verwendete spanische Vokabel in diesem Zusammenhang >lindo<, was so viel bedeutet wie wunderschön. Das und die vielen Sagen die die Mapucheindianern um die Insel gesponnen haben. Von Einhörnern, Hexern, Geistern, Trollen und einem Geisterschiff - die Einwohner sind (aber)gläubisch. Davon zeugen auch die über 150 Holzkirchen (bei 150.000 Einwohnern), die sogar zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Zu Weihnachten waren leider alle geschlossen.
Das hat aber nichts ausgemacht, weil wir haben uns für zwei Nächte ein schmuckes Hotelzimmer im "Enjoy Casino Hotel" geleistet (Casino war aber leider auch zu).
Hier unsere Eindrücke.

Und dann kam wovon wir schon so viel gehört hatten und auf das wir nun wirklich gespannt waren: die "Cama Premium Klasse" der Langstreckenbusse:

Abfahrt: 19:30. Über 1000 km. Ankunft: 8:30 am darauffolgenden Tag.

Ja, wir wurden herb enttäuscht. Aber, haben überlebt - wenn auch schwer (am 25.12. hat hier in Chile, sowie in jedem anderen katholischen Land der Welt, nämlich kein Geschäft offen). Mieses Essen, schlechtes Fernsehprogramm und zu kurze Betten.
Zurück in Santiago bereiten wir uns nun seelisch auf die Andenüberfahrt nach Mendoza, Argentinien, vor.


ON THE ROAD TO PUCON

23.12.2015
Es geht tiefer in den Süden Chiles!
Gegen 11 Uhr morgens haben wir uns mit Sack und Pack in einen Local-Bus geschwungen und in Richtung Curico aufgemacht. Die lokalen Busse hier in Chile sind nicht mit unseren Postbussen vergleichbar (für die ca 60km benötigten wir etwa 2 Stunden). In Curico angekommen, in einen Langstreckenbus umgestiegen und weiter nach Talca. Dort kamen wir leider nicht pünktlich an und standen vor der Wahl: entweder bis auf den nächsten Tag warten oder mit einem anderen Bus in die nähe unseres Etappenziels zu kommen (nämlich nach Pucon).
Wir entschieden uns dafür, in den sauren Apfel zu beißen und nach Temuca zu fahren. Ob es um 22:00 Uhr noch einen Anschlußbus gäbe, war ungewiss. Von Stunde zu Stunde veränderte sich die am Fenster vorbeiziehende Landschaft: weite Weinplantagen wurden durch dichte Wälder abgewechselt, die Anden rückten manchmal näher und die schneebedeckten Gipfel drohten bereits mit klirrender Kälte.
Zu unserer Missgunst fuhren wir in Temuco ein, an diesem Abend aber kein Bus mehr nach Pucon ab. Aber, wir ließen nicht locker: die Temuc'schen Taxler in Grund und Boden gefeilscht und nach einer weiteren Stunde und 50.000 Chilenische Pesos (65€) ärmer kamen wir am Ziel an.
 
 Tatsächliche Dauer für 657 km: 13 Stunden!

Ganz so unglücklich hat es uns doch nicht getroffen: wir wurden in unserer Unterkunft upgegradet...
Da ließ es sich aushalten! (Wir haben verlängert).


Pucon ist ein Ferien- und Skiort. Wenige Einwohner, viel Angebot für Wanderer, Wintersportler und Sommerfrischler. Insgesamt über 40 Agenturen, von denen jede das selbe anbietet. Herausragend ist Pucon aber nicht wegen dem herrlich eisigen See, sondern wegen dem Vulkan Villarrica, der bei Schönwetter aus unserem Hostel ziemlich genau so ausgesehen hat:



Bergsteigen auf den Vulkan, Thermenbesuche, Horseback Riding, Rafting und vieles mehr.
Wir haben uns für Rafting entschieden. Die Abenteuertouristen:



Haben wieder herrlich gespeist und köstlichen Pisco sour getrunken - macht Euch keine Sorgen, uns geht es gut!


NACHTRAG COZUMEL

21.12.2015

Die Fotos von unserem Cozumeltauchgang haben uns nun endlich erreicht und die wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.



I HAVEN'T BEEN EVERYWHERE BUT IT'S ON MY LIST

SANTA CRUZ - IM LAND DER ROTEN TRAUBEN

 18.12.2015

Und weiter geht es in Chile...
Nach unsrem eher weniger aufregenden Aufenthalt in Valparaiso haben wir uns in den Bus gesetzt und sind in Richtung Süden aufgebrochen. Nächstes Ziel: Santa Cruz im Colchagua Valley.


Es heisst, hier kommen, neben dem Maipo Valley, die besten Rotwein Chiles her. Carmenere, Cabernet Sauvignon, Malbec und Merlot um nur einige zu nennen. Santa Cruz selber hat uns zeitweise an Neusiedl erinnert - klein und verschlafen (nur ohne See). Haben bei Wendy eingecheckt, einer sehr netten Chilenin, die ein kleines Bed & Breakfast mit 2 Zimmern führt.
Was macht man also in einem Nest, das mitten in einer der welbesten Weingegenden liegt? Richtig! Rotwein trinken oder besser noch: seinen eigenen Rotwein "machen". Haben die entsprechende Tour inklusive Degustation gebucht und sind zu einer der besten Wineries in ganz Chile geradelt: MontGras. Für die Tour sind in etwa 1,5 Stunden angedacht. Als Österreicher und erprobte Weintrinker und nicht zuletzt weil wir die einzigen Gäste am Weingut waren, hatten wir alle Zeit der Welt ausgiebig zu degustieren. Wirklich stressig haben es die Bauern hier von März bis Mai und Dank unserem Guide Marcello haben wir nicht nur sehr viel über den chilenischen und internationalen Weinbau gelernt, sondern konnten uns auch den ganzen Nachmittag Zeit nehmen. Wir haben degustiert und probiert und nach insgesamt drei Stunden hatte jeder von uns seine persönliche, optimale Mischung aus den diesigen Rotweinen Merlot, Carmenere und Cabernet Sauvignon "kreiert".

"Stefanie's Navidad" & "El Pequeno Benjamin"


Wir können jedem von Euch, MontGras und diese Tour ans Herz legen *hicks*.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen eines anderen Weinguts: Laura Hartwig.
Ein kleines, chilenisches Weingut (die meisten Weingüter in Chile sind in europäischem oder USA-Besitz) welches für seinen vorzüglichen Malbec und Petit Verdot bekannt ist und von deren hervorragender Qualität wir uns nach einer kleinen Verkostung überzeugen konnten. Danach haben wir uns dann in die angrenzenden Zwetschkenplantagen verabschiedet, wo wir uns bei einem feinen Picknick "Stefanie's Navidad" genehmigten.
Alles in allem haben wir ein sehr entspanntes Santa Cruz kennen gelernt. *hicks*


Wir melden uns bald wieder!

Nächstes Ziel: Pucón und der 2.größte aktive Vulkan in Chile!

WAS WAR EIGENTLICH IN VALPARAISO?

17.12.2015

Zu Valparaiso können wir nicht viel los werden da wir beide die meiste Zeit grippig im Bett verbracht haben. Leider, denn was wir gesehen haben, hat uns recht gut gefallen:
Bunte Häuschen durchzogen von unzähligen Gässchen hängen an den sanften Hügeln, die bis zu den pazifischen Stränden reichen. Eine derart romantische Stadt kam uns zum ersten Mal auf unserer Reise unter! Wenn es dunkel wird, erstrahlen die vielen Hügel in einem Lichtermeer unter 100en von Sternen. 
Trotzdem, Valparaiso ist eine Hafenstadt und seine Bewohner mit Vorsicht zu genießen. Wir trafen sowohl auf sehr nette Menschen als auch auf ordentliche Schlitzohren. Fest steht: fit sind sie alle - bei soviel Bergwertung Tag ein, Tag aus auch nachvollziehbar! Stefanie hat einen Bikramyogakurs besucht und kann Euch versichern, dass auch der dickste Einheimische hier sämtliche Verrenkungen mitmacht.
Die Preise sind, wie auch schon in Santiago festgestellt, vielleicht ein bisschen günstiger als in Österreich. Wir hatten das Glück wieder einmal sensationell zu speisen und zwar im Casa Luisa (ein Gedicht: die selbstgemachten Tintenfischravioli mit Shrimps und Jakobsmuscheln in Weißweinsoßerl begleitet vom obligatorischen Glaserl Sauvignon Blanc).
Trotz 5 Nächten in Valparaiso haben wir nicht mehr zu erzählen außer, dass wir bei nächster Gelegenheit wieder hier her kommen und dass sich diese Stadt keiner von Euch entgehen lassen sollte, wenn ihr die Möglichkeit habt.Wohnt am besten im Viertel Cerro Alegre.

On se road,
Stefanie & Benjamin

BIENVENIDOS A SANTIAGO DE CHILE

Was für eine Stadt! Laut unserer Tourguide Liz (Freetour abseits der klassischen Highlights), eine von vielen Touristen nur als Durchzugs-/Umsteigeplatz genutzter Ort. Unserer Meinung nach zu Unrecht! Geschichtlich betrachtet hat sich hier seit der Pinochet-Ära einiges getan. In vielen Berichten findet man Santiago als Geheimtip, weil die Stadt wider allgemeiner Annahme seit Jahren aus Ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist und stetig an Farben und Lebensqualität gewinnt. Vieles mutet europäisch an, besonders in der Architektur, die temperamentvolle Freundlichkeit und Offenheit der Menschen ist aber lateinamerikanisch.
Wir sind überzeugt!
Was uns als Österreicher zum Beispiel sehr gut gefallen hat ist, dass man in dieser Stadt den Anden immer sehr nahe ist.


Aus dem Salsatanzen Samstag Abend wurde leider nichts - sind bei der Versteigerung von Pamela und Victor's Weltreisemitbringseln auf der Dachterrasse im 23. Stockwerk versumpft. Bensch war vor allem von einem Bild angetan und das war das einzige chilenische Teil in dem Sammelsurium an Souveniers - GEKAUFT

Am Sonntag war es dann endlich soweit: der Ausflug zum ersten chilenischen Weingut!
Unser lieb gewonnenes brasilianisches Pärchen, Luciane und Valber, packten uns in Santiago ein und (nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Mietauto & co) fuhren wir auf das Weingut Casa del Bosque nahe Casablanca.


Was für ein perfekter Tag - herrliches Essen begleitet von einer Flasche des höchst prämiertesten Sauvignon Blancs des Landes, anschließend eine kleine Führung durch das Weingut, Weinverkostung und dann noch ein Fläschchen von diesem vorzüglichen Sauvignon Blanc bei herrlichen Frühsommerwetter - es geht uns gut und wir freuen uns jetzt schon sehr auf den Besuch bei unseren Freunden in Sao Paulo, die wir am Montag schweren Herzens verabschieden mussten - wir sehen uns im Februar!


Dezent verkatert wagten wir am nächsten Tag den Aufstieg zum Wahrzeichen von Santiago: auf den Cerro San Cristobal zur Marienstatue auf 880m über dem Meeresspiegel.


Außerdem ein Muss ist ein abendlicher Besuch im Studentenviertel Bella Vista. Dort steht außerdem eines der Wohnhäuser des chilenischen Poeten und Literaturpreisträgers Pablo Neruda.


Someday, somewhere, anywhere, unfailingly, 
you'll find yourself, and that, and only that, 
can be the happiest or bitterest hour of your life. 

- Pablo Neruda

Überzeugt Euch selbst von der versteckten Schönheit und dem Charme, den Santiago zu bieten habt!
Hier unsere Fotostrecke.

Aber selbstverständlich ist Santiago auch Ausgangspunkt für Ausflüge in die 12 unterschiedlichen Regionen Chiles. Unsere Reise geht zunächst an die Küste nach Valparaiso, einem der wichtigsten Häfen des Landes. Bis bald!


HOLA CHILE

05.12.2015

Hola Chicos!
Der erste Post aus Chile! Nach einem wahnsinnig anstrengenden und nervenaufreibenden Flug von Cancun über Panama City nach Santiago de Chile, haben wir uns die letzten Tage in Santiago aklimatisiert. Zuallererst hätten wir in Cancun fast unseren Flug verpasst, wurden schon das letzte Mal aufgerufen; in Panama City angekommen ein Bierchen am Flughafen und ab in den Flieger nach Santiago. Schon vor dem Einstieg ins Flugzeug sind uns die vielen Kleinkinder und Babies aufgefallen, und da wir im Flugzeug nicht nebeneinander saßen, ahnten wir, was auf uns zukommen würde. Stefanie hats noch ganz gut erwischt, ich saß neben einer haitischen Mama mit ihrer ca 2-jährigen Tochter. Der Flug von Panama nach Santiago dauerte 6,5 Stunden und war ein Nachtflug.
Kein Auge zugetan kamen wir geteert und gefedert in Santiago an und mussten uns durch die Morgen-Rushhour in der Ubahn kämpfen. Alles in Allem kein guter Start in Südamerika.

Das Blatt hat sich aber sehr schnell gewendet denn, uns sind noch nie so freundliche und aufgeschlossene Großstadtbewohner untergekommen wie hier in Santiago de Chile. Wir fanden sofort Anschluss und wurden in eine nette Runde aufgenommen, die uns zum Beispiel auf eine "Afterwork rooftop sunset party" mitgenommen haben - auf eigene Faust hätten wir die nie alleine gefunden! Nächste Woche haben wir unseren own & privaten Tourguide in Valparaiso - Francisco, Künstler & Lebemann, der mehr auf unserer Wellenlänge nicht sein könnte. Freuen uns schon sehr!
Natürlich haben wir auch wieder eine Free Tour gemacht und uns von Joaquin die wichtigsten Spots dieser fabelhaften Stadt zeigen lassen. Schön ist es ja nicht, dieses Santiago de Chile, aber unglaublich inspirierend und offenherzig. Wenn man möchte, setzt man sich in eines der vielen Lokale und kommt sofort mit jemandem ins Gespräch - sehr zwanglos und unkompliziert! Unsere Spanischkenntnisse verbessern sich von Tag zu Tag und mit ein bisschen Pisco Sour im Blut, fällt der small talk gleich viel leichter!

PISCO SOUR
pisco_sour
All Day Cocktail
4.5 cl Pisco
3 cl Fresh lemon juice
2 cl Sugar syrup
1 raw egg white (small egg)
Shake and strain into a chilled champagne flute. Dash some Angostura bitters on top.


Gestern waren wir dann endlich am Mercado central - so viele Mariscos zu unglaublich günstigen Preisen und selbstverständlich ein paar Chefs, die wissen, wie man sie mit wenig Aufwand zu kulinarischen Ergüssen zubereitet! sind beide keine Muschelfans, haben es dennoch geschafft, diese gigantische Vorspeise zu verzwicken.

Das brasilianische Pärchen am Nebentisch kam schnell mit uns ins Gespräch und wir sind Samstags zum Salsatanzen verabredet. Sonntags hängen wir uns bei Ihnen an und machen eine Weinverkostungstour nach Casablanca. Der Ort ist eine Stunde von Santiago entfernt und berühmt für seine Sauvignon Blancs.
Falls Ihr es noch nicht wusstet: Chile ist ein Land des Weines. Europäische Auswanderer brachten die Kunst vor Jahrhunderten her und haben schnell erkannt, was für ideale und trotzdem vielfältige Klimabedingungen herrschen. Heute werden hier weltweit höchst prämierte Weine produziert und auch exportiert. Neben dem Bergbau ist der Weinbau die größte wirtschaftstreibende Kraft.

Fotoeindrücke

Also, keine Sorge: uns geht es gut & wir melden uns bald zurück, Ihr Lieben!

INSEL DER SEELIGEN

 30.11.2015

Es wurde Zeit unsere Zelte in Playa del Carmen abzubrechen und an die Nordküste Yucatans, nach Chiquila zu fahren und ab, mit der Fähre nach Holbox. Eine kleine feine Insel im Norden von Yucatan am Golf von Mexico, die noch nicht ganz von Touristen aller Welt okkupiert wurde.



Nach der 30-minütigen Überfahrt kamen wir bei Regen auf Holbox an.


Kein allzu guter Start ins Paradies. An dieser Stelle sei erwähnt: Holbox liegt auf einem Archipel, 2 km breit und 40 km lang. Alle Inseln stehen unter Naturschutz, es gibt keine asphaltierten Strassen sondern nur Sandpisten. Die Einheimischen fahren keine Autos sondern geländetaugliche, gut motorisierte Golfkarts.

Halb Holbox unter H2O - wir kamen nur mit Ach und Krach zu unserer Cabana im Ida y Vuelta Hostel. ABER, das Wetter besserte sich...


Ökonomische Zugpferde der Insel sind ganz klar die Walhaie, die sich knapp vor der Küste von Juni bis August aufhalten. Leider hatten wir diesmal nicht das Vergnügen - die Chancen stehen gut, dass wir wieder zurück kommen, nach Holbox und den sanften Riesen einen 'guten Tag' wünschen.
Hier unsere Eindrücke.

Die letzten Tage in Mexico haben wir in Cancun verbracht (Ja, wir kamen nicht drum rum). Aber, Ihr kennt uns - wir richten es uns schon wie wir es brauchen. Stichwort "Isla Mujeres":


Und das war unser 2course 3yrs anniversary dinner im sensationellen el puerto clam house & grill restaurante in Cancun.:

Ein paar fangfrische Rocketshrimps 

 
Languste vom Grill


 Und jetzt geht's weiter nach Chile..